Aktuelles rund um Graupner
Graupners Pastoraloper “La Costanza vince l’inganno”
Eine Graupner-Oper entsteht
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Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Seit Monaten sind Dirigent und Regisseurin im Austausch, die Spielfassung für die Darmstädter Aufführung ist erstellt. Die fünf jungen Sänger:innen lernen ihre Rollen, und nun nehmen die Vorbereitungen konkrete Gestalt an. Wir berichten in den kommenden Wochen von den einzelnen Stationen. |
Und wer sind unsere Interpret*innen? Rolle: AmintasAmintas (Mezzo, mittlere Rolle): unglückliche Gestalt: ehemals Geliebter von Silvia, inzwischen verlassen, liebt sie aber noch immer, lässt sich von Silvia als Werkzeug ihrer Intrigen benutzen, um die Liebenden Meleagro (Tirsis) und Atalanta (Cloris) auseinanderzubringen. Die aus England stammende Lucy Gibbs (Mezzosopran) schloss ihr Studium am Royal College of Music in London mit Auszeichnung ab, wo sie mehrere Stipendien erhielt. Ihr internationales Operndebut gab sie in Glucks „Iphigénie en Tauride“ an der Opera Ballet Vlaanderen. Ihr Repertoire ist weit gespannt und schließt auch zeitgenössische Werke ein. Neben dem Operngesang widmet sich Lucy auch den großen oratorischen Werken. Sie hat an Meisterkursen bei Paul Daniel, Sasha Cooke, Anne Sophie von Otter und Dorothea Röschmann teilgenommen. Zu ihren kommenden Auftritten zählt u.a. die Titelrolle in Gilbert & Sullivans Iolanthe. |
Die bisherigen Beiträge zu diesem Thema finde Sie in unseren Aktivitäten.
Szenische Aufführung im Ernst-Ludwig-Saal Darmstadt-Eberstadt
Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: Die Bühnenbilder werden gemalt, die Kostüme in barocker Manier genäht und die Sänger:innen studieren fleißig ihre Rollen. Derzeit laufen die Vorbereitungen für die von der Christoph-Graupner-Gesellschaft initiierte Aufführung von Graupners Pastoraloper „La constanza vince l’inganno“ → GWV 1011, mit der das Darmstädter Barockfest 2026 am Sonntag, den 31. Mai eröffnet wird.

Nur zwei Opern aus Graupners Darmstädter Zeit sind erhalten; „La costanza“ ist die spätere, 1715 erstmals aufgeführt. Sie erzählt die Geschichte eines Prinzenpaares aus unterschiedlichen Ländern, das, füreinander bestimmt, sich aber zunächst incognito in einer arkadischen Hirtenwelt begegnet und ineinander verliebt, aber durch eine üble Intrigantin immer wieder auseinandergebracht wird, bis … am Ende alles gut ausgeht.
Der Typus der Pastorale war im Barockzeitalter vor allem in Frankreich überaus beliebt. Womöglich ging die Initiative für dieses Sujet vom Landgrafen selbst aus, der als Jugendlicher auf seiner Grand Tour stark von der französischen Kultur und Musik beeinflusst wurde. Jedenfalls steuerte Ernst Ludwig von ihm selbst komponierte Nummern, darunter die Ouvertüre, zu Graupners Partitur bei. Dieser bietet in seiner Musik alles auf, was das barocke Musiktheater damals zu bieten hatte: große italienische Arien ebenso wie schlichte französische Tanzsätze sowie eine Reihe von Ballettnummern, schließlich sollte sich das gesamte künstlerische Personal des Hofes auf der Bühne präsentieren können.

Für die Neuproduktion dieses für den barocken Opernstandort Darmstadt so wichtigen Werkes konnten wir über Vox Temporis (Belgien) zwei flämische Experten einladen, die eine adäquate historisch informierte Realisierung auf beiden Ebenen gewährleisten: die renommierte Choreografin und Regisseurin Sigrid T’Hooft, die nach dem Vorbild barocker Theaterlehre der historische informierten Aufführungspraxis in der Musik eine adäquate szenische Umsetzung mit barocker Gestik und stilisierter Bewegung an die Seite stellt, sowie den ebenfalls in Gent beheimateten Dirigenten und Cembalisten Florian Heyerick. Er übernimmt als ausgewiesener Experte der Musik Graupners mit seinem Ensemble Ex Tempore die künstlerisch-musikalische Gesamtleitung der Aufführung.
Die Kosten für den musikalischen Anteil der Produktion übernimmt zum großen Teil dankeswerterweise die Hans Erich und Marie Elfriede Dotter-Stiftung, die das Konzert in die Reihe ihrer Hauptkonzerte aufgenommen hat, für die Finanzierung des szenischen Projektteils läuft derzeit noch die Einwerbung von weiteren Sponsorengeldern.
Aufführung: Sonntag, 31 Mai.2026, 18:00 Uhr im Ernst Ludwig Saal, Darmstadt-Eberstadt
Kartenvorverkauf durch die Hans Erich und Marie Elfriede Dotter Stiftung
Mit freundlicher Unterstützung:
Kommende Konzerte
Die hier aufgeführten, kommenden maximal zehn Konzerte werden in einer Kurzdarstellung mit den Werken von Christoph Graupner aufgelistet. Im Allgemeinen werden bei den Konzerten noch weitere Werke anderer Komponisten aufgeführt. Klicken Sie hierzu und zu Informationen zu den Ausführenden sowie allen anstehenden Konzerten bitte auf Konzerte, auf die blau hinterlegte Überschrift für Informationen zu genau diesem Angebot oder auf den Link zum Veranstalter.
Bach, Graupner and Telemann
Datum: Freitag, 08. Mai 2026, 19.30 Uhr; Ort: Wigmore Hall 36 Wigmore Street, Greater London, W1U 2BP (UK) |
Barockfest Darmstadt
Datum: Sonntag, 31. Mai 2026, 18.00 Uhr |
Neueinspielung |
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Into the Light
Ausführende:
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Graupners Kantaten für die nächsten 4 Wochen
| 19.04.2026: | Misericordias Domini (2. Sonntag nach Ostern) | |
| 26.04.2026: | Jubilate (3. Sonntag nach Ostern) | |
| 03.05.2026: | Cantate/Kantate (4. Sonntag nach Ostern) | |
| 10.05.2026: | Rogate (5. Sonntag nach Ostern) |
Graupner zum Reinhören
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Kantate "Jesus stirbt ach soll ich leben" → GWV 1125/13 3. Choral: Jesus Stirbt! Ach! Bittres Sterben, 4:54 min. Interpreten:
Label: © 2020 cpo |
Graupner erleben
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