Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Vorträge und Tagungen

Vorträge und Tagungen, bei denen Christoph Graupner ein Thema ist, werden hier aufgeführt. Dabei handelt es sich nicht um Aktivitäten der Christoph-Graupner-Gesellschaft; oft sind aber Mitglieder der Christoph-Graupner-Gesellschaft bei diesen Veranstaltungen aktiv beteiligt. Meldungen für diese Kategorie nehmen wir gerne unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! entgegen.


 

Tagung: 14. Internationale Fasch-Tage "Von Luther zu Fasch"

Vortrag: Graupner in Zerbst? Die mutmaßlichen Kantaten Christoph Graupners im sogenannten "Dresdner Jahrgang"

Verflechtungen der Kirchenmusik an den protestantischen Höfen sind anhand der Verbreitung der einschlägigen Texte viel besser nachzuvollziehen als anhand der Musik, über deren Weitergabe und (Wieder)aufführungen wir immer noch sehr wenig wissen. Obwohl in der Graupner-Forschung bislang die Annahme galt, dass Graupners Werke – abgesehen von sehr wenigen Ausnahmen – zu seinen Lebzeiten nie außerhalb Darmstadts erklungen sind, muss diese Hypothese revidiert werden, seit mehrere Kirchenkantaten Graupners im sogenannten "Dresdner Jahrgang" ausgemacht wurden. Dr. Beate Sorg wird in ihrem Vortrag auf diesen Jahrgang eingehen und neben den Texten von Erdmann Neumeister und Johann Conrad Lichtenberg auch die musikalische Faktur der Kantaten untersuchen unter der Fragestellung, inwieweit vergleichbare ähnliche bzw. unterschiedliche Verortungen innerhalb der höfischen Kirchenmusik sichtbar werden. 

Referenten: u.a. Dr. Beate Sorg, Dr. Evan Cortens
Termin: 20. - 23. April 2017
VeranstalterStadt Zerbst/Anhalt und die Internationale Fasch-Gesellschaft e.V.
Programm:  http://www.fasch.net/dokumente/vorschau_2017.pdf


Vortrag: „Das hochbetrübte Fürstenhaus“

Trauermusik und Funeralkultur der Darmstädter Landgrafen

Hofkapellmeister Christoph Graupner (1683–1760) hatte während seiner Amtszeit in Darmstadt für mehrere Traueranlässe zu kom­ponieren. Der Vortrag mit Musik­bei­spielen will diese höfische Funeralkultur des 18.Jahrhunderts lebendig werden lassen. 

Referentin: Dr. Beate Sorg
Termin: Mittwoch, 2. November 2016, 16.00 - 17:30 Uhr
VeranstalterAkademie 55plus Darmstadt e.V. (Darmstadt)


Tagung: Protestantisch-höfische Musikkultur zwischen 1700 und 1750

 Gottfried Heinrich Stölzel (1690-1749) im Kontext seiner Zeit.

Anlässlich einer Tagung der Universtität Erfurt vom 29. September bis 2. Oktober 2016 hielt Dr. Beate Sorg auf Schloss Friedenstein in Gotha einen Vortrag über "Die Rezeption Gottfried Heinrich Stölzels am Hof zu Hessen-Darmstadt". Der Vortrag wird im Rahmen eines Konferenzberichts im Druck erscheinen.

Referentin: Dr. Beate Sorg
Termin: Freitag, 30. September 2016, 18.45 Uhr
VeranstalterUniversität Erfurt, Tagung auf Schloss Friedenstein
Programm:  https://f.hypotheses.org/wp-content/blogs.dir/1423/files/2016/08/Flyer_Stoelzel.pdf


Vortrag: Christoph Graupner und die Darmstädter Musiksammlung

Die Darmstädter Musiksammlung gehörte bis zum Zweiten Weltkrieg zu den umfangreichsten Musikaliensammlungen Deutschlands. Im Krieg wurde sie größtenteils zerstört. Was übrig blieb, besitzt bis heute vor allem durch die geretteten Quellen zur Barockmusik besondere Bedeutung.

Referent: Dr. Oswald Bill
Termin: Donnerstag, 22. September 2016, 19.00 Uhr
Veranstalter: Schlossmuseum Darmstadt 


Tagung: Concertare – Concerto – Concert. Das Konzert bei Telemann und seinen Zeitgenossen

23. Magdeburger Telemann-Festtage

Vortrag: Konzertieren und kommunizieren. Zum Konzertschaffen von Christoph Graupner

Vortrag von Prof. Dr. Ursula Kramer bei den 23. Telemann-Festtagen in Magdeburg zum Thema Telemann und das Konzert am 14.04.2016. Auf Einladung des Zentrums für Telemann-Pflege und –Forschung sprach Ursula Kramer zum Thema: Konzertieren und kommunizieren. Zum Konzertschaffen von Christoph Graupner. Der Vortrag wird im Rahmen der Magdeburger Konferenzberichte im Druck erscheinen.

Referentin: Prof. Dr. Ursula Kramer
Termin
: 14. April 2016
Veranstalter: Internationale Telemann-Gesellschaft e.V., Magdeburg


Tagung: 34. Musikinstrumentenbau-Symposium

9.-11. Oktober 2015: Kloster Michaelstein/Harz

Im Rahmen des 34. Musikinstrumentenbau-Symposiums, das im Herbst 2015 (09.-11.10.2015) zum Thema Geschichte, Bauweise und Repertoire des Fagottsstattfand, hielt Ursula Kramer einen Vortrag mit dem Titel "Fundament und mehr. Zur Bedeutung des Fagotts im Darmstädter Repertoire der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts", bei dem es vor allem auch um die Kompositionen von Christoph Graupner ging. Der Druck des Beitrags im Rahmen der Michaelsteiner Konferenzberichte ist in Vorbereitung.

Referentin: Prof. Dr. Ursula Kramer
Termin: 9.-11. Oktober 2015
Veranstalter: Stiftung Kloster Michaelstein


Tagung: 16th Biennial International Conference on Baroque Music

Salzburg

Die internationale Fachtagung, die seit den 1980er Jahren in zweijährigem Abstand an unterschiedlichen Orten (bisher Manchester, Warschau, Leeds, Belfast und Southampton) Begegnungen von Musikwissenschaftlern und Musikern aus aller Welt ermöglicht, fand vom 9. bis 13. Juli 2014 zum ersten Mal im deutschsprachigen Raum statt. Die Referate und Lecture-Recitals, in parallelen Sektionen geführt, widmeten sich der Musikgeschichte, Aufführungspraxis und Musiktheorie des 17. und 18. Jahrhunderts, diesmal mit den Schwerpunktthemen "Barockmusik im zentraleuropäischen Raum“ und "Musikalischer Transfer über die Alpen“. Das Rahmenprogramm beinhaltete Konzerte des Institutes für Alte Musik und des Collegium Vocale Salzburg in der barocken Pfarrkirche von Mülln, ein Conference Dinner auf der Festung Hohensalzburg, ein Delegates’ Concert und am letzten Tag einen Ausflug über die Großglockner Hochalpenstraße. Die Christoph-Graupner-Gesellschaft zeichnete verantwortlich für eine Sektion zu Graupners Kantatenwerk, wobei Christoph Großpietsch als Leiter der Sektion fungierte.

Mitglieder der Christoph-Graupner-Gesellschaft hielten folgende Referate:

  • Guido Erdmann:
    Sacred Dialogue Cantatas by Christoph Graupner
    With the appointment of Graupner as a Kapellmeister at the court of Hesse-Darmstadt, a period of artistic renewal began in 1709, guided mainly by the claim of theatricality ("Theatralität"). A somewhat concept of theatrical church music was established in Darmstadt, even before efforts to operate a prestigious court opera revealed significant contour. Its essential element, which makes the intention particularly clear and gives the court church music a significant tendency, is the corpus dialogue cantatas composed by Graupner on libretti of the Neumeister follower and Darmstadt court librarian Georg Christian Lehms.
  • Rashid S. Pegah:
    In Search of Settings and Occasions. Secular Cantatas at the Landgraviate Court of Hesse-Darmstadt
    During the last three decades interest in the music at the Darmstadt court has been rekindled again. Thus further interest has focussed on the sacred cantatas and the instrumental works of Christoph Graupner. Some attention has also been given to the operas performed within the decade 1709-19. However, the secular cantatas which Graupner composed and performed during his extraordinary long tenure have been rather neglected. The present paper undertakes to find answers to questions about the occasions for which these works were composed and the settings in which they could have been performed. In search of solutions I shall draw on comparable testimonies from other German courts, related to the Darmstadt court, and on more general descriptions of settings for music-making, e.g. from 18th century 'Ceremonielliteratur'.
  • Beate Sorg:
    Graupner and the Use of Musical Borrowings
    Heretofore, the immense quantity of Christoph Graupner’s vocal works has made it a daunting scheme for scholars to survey the re-use of earlier music, either of his own or other composer’s origin. It has been stated to date, that Graupner, who reworked a considerable number of his ouverture suites to fit into his later symphonies, used to create new music in his cantatas as a matter of principle, even if confronted with the same lyrics or textual templates. However, there is evidence that Graupner used borrowings in various cases, on the one hand in church cantatas when he reused some of his previous charale settings, on the other hand when he achieved a fusion of old and new elements in certain secular cantatas.
  • Ursula Kramer:
    Performance-Practice at the Court of Hesse-Darmstadt
    Apart from the huge amount of surviving compositions written by Graupner as music for the court, there are few further sources revealing details about the actual state and conditions of music-making of the day. But the compositions themselves, in particular the individual vocal and orchestral parts, in fact contain quite a number of secondary hints; thus, the attempt of an acoustic recontruction seems to be worthwhile: the number of parts of still existing works (revealing therefore the ensemble’s size), detailed instructions concerning dynamics, specific instrumentation in individual parts, are just a selection of various hints towards a more concrete picture of musical life at the Darmstadt court: Was there a specific „Darmstadt sound“ in the first half of the 18th century? The analysis will be based upon Graupner’s cantata production, the only musical genre with explicit dating which therefore helps us to follow stylistic changes and development.

Termin: 9. bis 13. Juli 2014
Veranstalter: Universität Mozarteum, Salzburg