Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Sonstige News

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Barockfestival Cydonia barocca

Start des neuen Barockfestivals Cydonia barocca mit viel Musik von Christoph Graupner in Flandern

Drei große Namen der deutschen Barockmusik haben am Pfingstwochenende (3. - 5. Juni 2017) die Innenstadt von Gent zum Klingen gebracht: Musik von Bach, Telemann und Graupner gab es nicht nur in der wunderbaren St. Jacobskerk, sondern auch in der großzügigen Anlage der ehemaligen St. Pietersabtei, in diversen historischen Stadt-häusern, im Konservatorium und im Klavierzentrum Quattre Mains zu hören.

Gent, Barockmusik-Fans als eines der flämischen Zentren für Alte Musik bekannt, verbindet mit Christoph Graupner bereits eine lange Geschichte. Florian Heyerick, selbst aus Gent stammend und heute Professor am Konservatorium der Stadt, setzt sich bereits seit Jahrzehnten intensiv mit Graupners Musik auseinander und kann heute zurecht als der weltweit erfahrenste Interpret seiner Werke gelten. Auch in seiner Heimatstadt hat Heyerick immer wieder Kantaten Graupners auf seine Konzertprogramme gesetzt, besonders im Gedächtnis geblieben ist sein Graupner-"Marathon" im Gedenkjahr 2010. Und erst im Frühjahr 2017 erschienen beim Label CPO drei Kantaten aus dem Passions-Zyklus von 1741, zuvor waren sie 2016 in einem Konzert in der Darmstädter Pauluskirche auf Einladung der Christoph-Graupner-Gesellschaft aufgeführt und von CPO mitgeschnitten worden.

Nun hat Heyerick ein neues Festival ins Leben gerufen: Cydonia barocca widmet sich fortan jährlich zu Pfingsten einem bestimmten Musikinstrument, das bei den drei großen Komponisten Bach, Telemann und Graupner gleichermaßen von Bedeutung ist und das jeweils im Zentrum der Veranstaltung steht. Neben den verschiedenen Konzertformaten (sie reichen von der ganz intimen Kammermusikformation zweier Musiker bis zum großen Kantatenensemble mit immerhin drei- bis vierstimmig besetzten Singstimmen) gibt es Vorträge, die den Interessierten genauere Einblicke in die Verwendung des jeweiligen Schwerpunkt-Instrumentes geben wollen.

Dass in diesem Jahr die neue Festival-Reihe mit der Blockflöte eröffnet wurde, dürfte neben der objektiv außerordent-lichen Bedeutung, die das Instrument in der Alte-Musik-Bewegung in Flandern hat, auch ganz persönlich motiviert gewesen sein: Schließlich hat sich Heyerick, bevor er sich mehr und mehr auf das Cembalo-Spiel und das Dirigieren von Konzerten verlegte, zunächst als Blockflötist einen Namen gemacht. Eingeladen hatte er eine ganze Reihe renommierter Kolleg*innen aus dem In- und Ausland: Sabrina Frey, Ruth Van Killegem, Natalie Michaud, Patrick Denecker, Bart Coen, Dimos De Beun, Tomma Wessel - sie alle waren nach Gent gekommen und beeindruckten nicht nur die ohnehin eingefleischten Block-flötenfans. Besonders stupend-virtuos fiel die Darbietung von Sabrina Frey mit dem Solopart aus Graupners Kantate Du sollst Deinen Herrn lieben (1726) aus, aber auch die Interpretation seiner Triosonate für zwei Blockflöten beeindruckte das zahlreiche erschienene Publikum.

Ausschnitt aus der Generalprobe von Graupners Kantate “Du sollst Deinen Herrn lieben” GWV 1154/26
für das Abschlusskonzert des 1. Genter Festivals Cydonia barocca

mit Sabrina Frey (Blockflöte), Florian Heyerick und dem Ensemble Ex tempore

Nach dem Eröffnungskonzert am Abend des 3.6. wurde an den beiden folgenden Tagen in den verschiedenen Konzert-räumen sozusagen non-stop Musik geboten. Am Sonntag Vormittag verband sich im herrlichen Kapitelsaal der St. Pietersabtei musikalischer Vortrag Florian Heyerick und seine Musiker bei der Probe für das Abschlusskonzert in der St. Jacobskerk Florian Heyerick und seine Musiker bei der Probe für das Abschlusskonzert in der St. Jacobskerk mit drei Vorträgen, die dem Publikum die Bedeutung der Blockflöte für den jeweiligen Komponisten nicht zuletzt mit Hörbeispielen deutlich machten: Patrick Peire (Gent) sprach über Johann Sebastian Bach, Florian Heyerick über Georg Philipp Telemann und Ursula Kramer (Mainz/Darmstadt, Vorsitzende der CGG) über Christoph Graupner und die Blockflöte.

Es war der Beginn einer längerfristig angelegten Kooperation, die die Christoph-Graupner-Gesellschaft mit Cydonia barocca geschlossen hat.

Im kommenden Jahr wird die Viola und Viola d'amore im Mittelpunkt des zweiten Festival-Jahres stehen. Wieder werden sich Konzerte und Vorträge um die deutsche Trias Bach - Telemann - Graupner drehen, diesmal unter dem Aspekt der Verwendung der Viola d'amore. Die Ausstellung des historischen Darmstädter Instruments aus dem Besitz von Heinz Berck, Mitglied der Christoph-Graupner-Gesellschaft, ist bereits gesetzt.

Veröffentlichung: 19. November 2017
Quelle: Newsletter Christoph-Graupner-Gesellschaft


Neue Graupner-Manuskripte in Marburg entdeckt

Im Rahmen von Katalogisierungsarbeiten der RISM-Zentralredaktion sind im Hessischen Staatsarchiv Marburg (D-MGs) einzelne Stimm-Abschriften von zwei Kantaten Graupners aufgetaucht. Sie gehören zur Sammlung 319 Frankenberg, die an der dortigen Liebfrauenkirche entstanden ist. Als 319 Frankenberg Nr. 147 firmiert eine Sammelhandschrift, die den nahezu kompletten Jahrgang Geistliches Singen und Spielen von Georg Philipp Telemann enthält (gelegentlich mit Ergänzungen oder geänderter Reihenfolge; RISM ID no.: 454600655). Eine Kantate allerdings wurde darin durch Graupners Kantate "Nahet Euch zu Gott, so nahet er sich zu Euch" (Oktober 1714) ersetzt. Erhalten haben sich in Marburg die Abschriften einer Alt- und einer Tenorstimme (RISM ID no.: 454600702).

Darüber hinaus fanden sich bei der Katalogisierung in Marburg Stimmen für eine weitere, sehr frühe Kantate Graupners. Es handelt sich um die im Original mit Trompeten und Pauken üppig besetzte Weihnachtskantate zum 2. Weihnachtsfeiertag von 1709, "Hosianna sei willkommen" → GWV 1106/09, zugleich der Geburtstag des Landgrafen. Im Frankenberger Bestand sind davon insgesamt sechs Vokal- und Instrumentalstimmen (Ob 1, Violine 2, Alt, Tenor, Bass und B.c.) überliefert. Auch sie enthalten keinen Hinweis auf den Komponisten, wurden aber durch die RISM-Datenbank identifiziert (Konkordanz zu RISM 450005735) und erhielten die Signatur 319 Frankenberg Nr. 196.

Veröffentlichung: 19. November 2017
Quelle: Newsletter Christoph-Graupner-Gesellschaft


Ausstellung in Ober-Ramstadt

Graupner und Lichtenberg

Im Museum Ober-Ramstadt wird ab 30.04.2017, 15 Uhr eine Ausstellung zum Thema Graupner und Lichtenberg. Ein halbes Jahrhundert Barockmusik für den Darmstädter Hof gezeigt.

Einführung: Dr. Beate Sorg, die die Ausstellung zusammen mit Martel Döring und Lea Kimmerle konzipiert hat, hält am 25.06.2017, 15.00 Uhr einen Vortrag im Prälat-Diehl-Haus, Ober-Ramstadt mit dem Titel "Christoph Graupner und J.C. Lichtenberg -  50 Jahre Barockmusik in Hessen-Darmstadt".

Ausstellungsdauer: 30. April bis 24. September 2017
Quelle: Museum Ober-Ramstadt


Christoph-Graupner-Kunstpreis 2016

Zum diesjährigen Musik-Wettbewerb, der alle vier Jahre von der Stadt Kirchberg, dem Geburtsort von Christoph Graupner, ausgeschrieben wird, hatten sich in diesem Jahr sechs junge Musiker bis zum Alter von 21 Jahren angemeldet: drei Sänger, ein Geiger, ein Pianist und ein Fagottist.

Gefordert war ein zwanzigminütiger Konzertvortrag, bei dem eines der Werke von Graupner oder einem Zeitgenossen zu wählen war. Letzteres deshalb, um auch jenen Instrumentalisten eine Chance zu geben, für deren Instrument Graupner keine geeigneten Werke geschaffen hat. Das Niveau war zum Teil erstaunlich hoch. Die Jury, zu der von der Christoph-Graupner-Gesellschaft auch die Vorsitzende, Prof. Dr. Ursula Kramer gehörte, entschied sich deshalb zur Vergabe von zwei ersten Preisen: Frederik Gamberger (Fagott) und Elias Störr (Klavier), beide erst 16 Jahre alt, vermochten die Jury gleichermaßen für sich einzunehmen.

Den zusätzlichen Förderpreis, der grundsätzlich nur für die Interpretation eines Werkes von Graupner vorgesehen ist, erhielt der erst 13 Jahre alte Vincent Blechschmidt. Beim abendlichen Konzert im Festsaal des Kirchberger Rathauses wurden die jungen Preisträger u.a. von der Bürgermeisterin Kirchbergs und dem Landrat mit ihren Urkunden ausgezeichnet.

Termin: 24. September 2016
VeranstalterStadt Kirchberg (Sachsen)
QuelleFreie Presse


Wettbewerb: Christoph-Graupner-Kunstpreises in Kirchberg

Wappen der Stadt KirchbergIn Kirchberg (Sachsen), dem Geburtsort von Christoph Graupner, findet am 23. Sept­ember 2016 der Christoph-Graupner-Wett­be­werb statt. Beim abendlichen Konzert der Preis­träger um 19:30 Uhr wird der Preis feier­lich verliehen. Die Christoph-Graupner-Ge­sell­schaft ist durch ihre Vor­sitzende, Prof. Dr. Ursula Kramer, die der Jury angehört, in Kirch­berg vertreten.

Der Christoph-Graupner-Kunstpreis wurde von der Stadt Kirchberg im Jahr 2001 ins Leben gerufen und prämiert abwechselnd herausragende Leistungen der Bildenden Kunst und der Musik. In diesem Jahr ist er erneut der Musik gewidmet. Die Ausschreibung des Wettbewerbs richtete sich an Instrumentalisten, die ihr 21. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Beworben haben sich junge Musiker der Fachrichtungen Tasteninstrument, Gesang und Fagott. Im Anschluss an den Wettbewerb findet im Festsaal des Rathauses um 19:30 Uhr das Preisträgerkonzert statt. In diesem Rahmen wird auch der Preis feierlich verliehen. Prof. Dr. Ursula Kramer vertritt dort mit einem Grußwort die Christoph-Graupner-Gesellschaft.

Termin: Freitag, 23 September 2016, 19.30 Uhr
Veranstalter: Stadt Kirchberg (Sachsen)