Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1106/09

Hosianna sei willkommen



Originaltitel:
Hosianna sey willkommen / a 11. / 2 Clarin. / Tympan. / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / Con / Continuo. / Fer. II. Nat. Chr. / a. / 1709.
Abschnitt im Kirchenjahr: Weihnachtszeit
Sonntag im Kirchenjahr: 2. Weihnachtstag
Entstehungszeit: 1709
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 4
Instrumente: ob, clar (2), timp (2), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,clar(2),timp(2),str,bc) - C - C
     2.rec (A,bc)
     3.acc (T,str,bc)
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,str,bc) - d - C
     6.rec (B,bc)
     7.aria (S,ob,bc) - B - C
     8.rec (B,bc)
     9.coro (1) DC
Dichter: ?
Partitur: 21 Seiten;
S 1 (2x), 2, A (2x), T (2x), B (2x): 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2, 1 - vl 1 (2x), 2 (2x), vla, vlc, vlne (2x), bc: 2, 1, 1, 1, 1, 2, 2, 2, 2 - clno 1, 2: 1, 1 - timp: 1f.
Kommentar: ob in vl1-part /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-417-20
RISM ID:   450005735
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Chor
    Hosianna, sei willkommen!
    Jüdenfürst , sei unser Ruhm,
    hat dich gleich dein Eigentum
    und dein Volk nicht angenommen,
    weil es dir zu Trotz und Hohn,
    Gottes Sohn,
    deine Diener und Propheten
    lässet töten.
  2. Secco-Rezitativ
    Verstocktes Israel,
    das blind und taub an Herzen und an Ohren!
    Dir wird zuerst gesagt, Immanuel,
    Messias sei geboren,
    und da Er zu dir kömmt, wie wohl in
    Knechtsgestalt,
    so findet er im ganzen Land
    fast keinen Aufenthalt,
    als nur den Stall. Das ist des Königs Haus!
    O, diese Schande
    löscht keine Zeit, kein Vorwand aus.
  3. Dictum/Accompagnato-Rezitativ
    Er kam in sein Eigentum, aber die Seinen nahmen ihn nicht auf.
  4. Secco-Rezitativ
    Hierbei blieb es noch nicht,
    dass sie der Pflicht
    und Untertänigkeit vergessen,
    denn da sein Reich den Anfang nahm,
    da es in Gnaden kam,
    so wollten sie sich nicht
    zum Leben führen lassen.
    Verfolgung, Kreuz und Pein,
    das musste der Apostel Lohn vor die Bemühung sein.
  5. Arie
    Blut und Tod der Gottes Knechte
    rufet über dies Geschlechte
    Rache, Garaus, Blut und Schwert.
    Was von Abel an vergossen,
    was der Letzte hat beschlossen,
    sind die bösen Kinder wert.
  6. Secco-Rezitativ
    Der Heiland ist nicht Ursach’ am Verderben.
    Er weist durch seine Lehr’ und seine Wunderhand,
    dass er als Gottes Sohn vom Himmel sei gesandt.
    Er rufet: „Warum wollt ihr sterben?“
    Bedenkt, was euren Frieden und Heil befördern kann.
    Verstockte Juden, nehmt Gottes Rat und Warnung an!
  7. Arie
    Die Henne kann ihr Küchlein so nicht locken,
    als sich mein Herz nach eurem Heile sehnt.
    Die Flügel sind mein Gnadenreich,
    versammlet euch.
    Der höhnt sich selbst, der meine Boten höhnt.
    Kommt! was wollt ihr das Herz verstocken.
  8. Secco-Rezitativ
    Ihr weicht von Gott,
    drum lässt er auch gescheh’n
    dass Euch die Finsternissen
    und tausend Not
    ergreifen müssen,
    denn ihr veracht’t das wahre Licht.
    Der kann den Heiland nur in Gnaden sehn,
    der in gewisser Zuversicht
    ein Hosianna spricht.
    Gelobet sei, der da kommt, in unsers Gottes Namen.
  9. Chor
    Hosianna.