Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1147/20

Weg verdammtes Sündenleben



Originaltitel:
Weg, verdamtes Sünden Leben / a / 2 Violin / Viol / Canto / Alto / e / Continuo. / Dn. 6. p. Tr. / 1720.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 6. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1720
Vokal: Sopran, Alt
Solostimmen: 2
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.aria (A,str,bc) - G - C
     2.rec (A,bc)
     3.acc (S,str,bc)
     4.aria (S,str,bc) - D - 3
     5.rec (S,bc)
     6.aria (SA,str,bc) - G - C
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 8 Seiten;
S, A: 2, 2 - vl 1, 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-428-19
RISM ID:   450005942
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    
Eingespielt auf CD, LP, usw.:



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    Text der Kantate:
  1. Arie
    Weg, verdammtes Sündenleben!
    Todespein
    muss mir itzo süßer sein.
    Schönstes Wunder! Seht, mein Sterben
    setzet mich zum Lebenserben
    hier und dort gesegnet ein.
  2. Secco-Rezitativ
    Mein Jesus stirbt zum höher’n Leben,
    sein Geist macht mich in Gottes Gnaden-Reich
    ihm in der Taufe gleich.
    Die edle Flut ersäuft den Sündenwust,
    den Adams Lust
    in mich gepflanzet hat.
    Und ebenso wird mir die Kraft gegeben,
    dass ich in Jesu leben kann.
    Schaut, Sünder, dies Geheimnis an:
    Wir sterben durch solch’ Wasserbad
    und gleichwohl macht es uns im Leben neu.
    Sagt, ob das nicht ein rechtes Wunder sei!
  3. Accompagnato-Rezitativ
    Was hat uns Jesus nicht erworben!
    Sein Tod bringt Leben, Trost und Heil;
    ist jemand hier mit ihm gestorben,
    der hat an solchen Schätzen Teil.
  4. Arie
    Ich will, o Jesu, mit dir gehen,
    geht’s gleich zum Tod, zum Grabe hin.
    Dort, weiß ich, werd’ ich herrlich stehen,
    wenn ich dir hier nur ähnlich bin.
  5. Secco-Rezitativ
    Ja, ja, mein Hoffen wird nicht fehlen.
    Des Glaubens Kraft
    lässt mich in meiner Ritterschaft
    schon manchen Vorteil zählen,
    der mir aus Jesu Tod entsteht.
    Und wenn mir’s noch so widrig geht,
    so bleibt mir doch der Trost gewiss:
    Wenn ich allhier mit Jesu sterbe,
    dass ich wie er dort gleiches Leben erbe.
    Und überdies:
    Mein Heiland kann im Tod nicht mehr erbleichen,
    ich bin sein Glied, ich muss ein gleiches Glück erreichen.
  6. Arie / Duett
    Mein Leben, meine Freude!
    Ach Jesu, lass mich heute
    in diese Gleichheit geh’n.
    Ja, ja, das schöne Glücke
    lässt sich durch Glaubensblicke
    schon allbereits erseh’n.