Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1280/47

Erwache, mein Gemüt



Originaltitel:
Erwache mein Gemüthe
Abschnitt im Kirchenjahr: andere
Anlass: Geburtstag
Entstehungszeit: 1747
Vokal: Alt, Bass
Solostimmen: 1
Instrumente: fl (2), hn (2), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.aria (B,fl(2),hn(2),vl,vla,bc) - G - C
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,vl,vla,bc) - B- 3/8
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,fl,hn(2),vl con sordino,vla,bc) - F - 3
     6.rec (B,bc)
     7.aria (AB,fl(2),hn(2),vl,vla,bc) - G - 3
Dichter: ?
Partitur: 0 Seiten;
no parts
Kommentar: Kantaten zum Geburtstag des Geheimrats J.J. Wieger (.¨‚àû13. September 1683)



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-416-12
RISM ID:   450005704
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Arie
    Erwache mein Gemüte,
    erwache doch mein Geist.
    Erwache mein Gemüte,
    ermunt’re dich mein Geist.
    Streu’ Weihrauch, singe Lieder,
    die Pflicht befiehlet wieder,
    dass man des Höchsten Güte
    mit vollen Chören preist.
  2. Rezitativ
    So ist’s! Es bricht nun abermal[s]
    ein Freudentag auf meinem Horizont herein,
    die Andacht betet ihm entgegen,
    die Allmacht krönet ihn mit Segen.
    Die Vorsicht lässet mich von jener Sternenbühne
    dabei die Stimme hören:
    „Dein Vater lebe, blühe, grüne!“
    O wertes Wort, erwünschter Schein!
    Was kann Erfreulicher’s, was kann vergnügter sein?
  3. Arie
    Spielet nur ihr holde Saiten
    und vermehrt die große Lust.
    Lasst uns Ton und Wunsch erheben,
    dann des teuren Vaters Leben
    wirkt den Ausbruch zarter Freuden
    tausendfach in meiner Brust.
  4. Rezitativ
    Ja, ja!
    Wen Gottes Gnadenarm bewacht,
    bleibt fest und unbekümmert stehen.
    Wer hievon will ein wahres Merkmal sehen,
    der blicke nur den werten Vater an
    und was des Höchsten Hand an Ihm aufs Neu’ getan,
    da Ihm sein schätzbar‘ Lebenslicht
    von vierundsechzig Jahren Lauf
    zu meiner Wonne wieder lacht.
    Drum auf, ihr Sinnen, säumt und schweiget nicht!
    Ein Freudenton erschalle durch die Luft,
    wenn jetzt mein Mund ein frohes „Vivat!” ruft.
  5. Arie
    Vater, dessen Wohl und Leben
    meiner Lust das Leben geben,
    nimm dies Opfer gnädig an.
    Weiß ich doch, Du bist zufrieden,
    ist Dir nur das Herz beschieden,
    weil der Ohnmacht ihr Bestreben
    Dir nichts Treu’res zinsen kann.
  6. Rezitativ
    Du aber, Segensgott,
    gib ferner Deine Gnade,
    dass weder Unfall noch Verdruss
    des großen Vaters Wohlsein schade,
    dass Neid und Missgunst zittern muss
    und dass sein Glück vollkommen sei.
    Mir aber gönne dies dabei,
    ihm künftig diese Kindespflicht
    allzeit mit Lob und Dank und jedesmalen,
    so höchst vergnügt als heute zu bezahlen.
  7. Arie
    So lebe denn ferner, o teuerster Vater,
    im heitersten Wohlstand, in größestem Glück.
    Es kehren die Zeiten voll Segen und Freuden
    in Zukunft noch oft und unzählbar zurück!