Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1169/48

Der Herr wird dich segnen aus Zion



Originaltitel:
Der Herr wird dich segnen / aus Zion / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Fest. Purif. / Mar. / 1748. / ad / 1735.
Abschnitt im Kirchenjahr: Marienfeste
Anlass: Mariä Reinigung (2.2.)
Entstehungszeit: 1748
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.dictum (T,str,bc) - F - C
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,vl unis,vla,bc) - G - C (andante)
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,vl unis,vla,bc) - e - 3
     6.rec (T,bc)
     7.choral (SATB,str,bc) - f - C (largo)

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Mit Fried und Freud ich fahr dahin (Seite 102)
Liedtext: Mit Fried und Freud ich fahr dahin

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 11 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-456-03
RISM ID:   450006962
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Der Herr wird dich segnen aus Zion,
    dass du sehest das Glück Jerusalems
    dein Leben lang.
  2. Secco-Rezitativ
    Wie wohl tut Gott gerechten Seelen,
    wenn sie durch manchen Glaubensblick
    das selt´ne
    Glück von Salems Herrlichkeit erseh´n.
    Sie zählen
    die Anmut solcher Seltenheit
    zum Vorschmack wahrer Seligkeit.
    Was aber wird als denn gescheh´n,
    wenn sie Gott Selbst im Himmelsglanz erblicken?
    Wie wird sich nicht ihr Herz in solchem Licht erquicken!
  3. Arie
    Lass dich sehen, edler Segen,
    nichts ist sonst, das mir gefällt.
    Fahret hin, ihr Eitelkeiten!
    Alle Schätze dieser Zeiten
    sind nur Tand
    gegen dem, was Gottes Hand
    meinem Geist dort vorbehält.
  4. Secco-Rezitativ
    Die Welt versteht den Segen nicht,
    den ein Gerechter hier
    im Glaubenslicht
    an jener Seligkeit ersiehet.
    Stellt sich der Geist den schönen Vorteil für,
    so ziehet
    ein inn´rer Trieb das Herz von allem ab,
    was diese Erde in sich hält.
    Es lebt im Glauben schon im Himmel,
    wo ihm das Los recht lieblich fällt.
    Das finst´re Grab
    ist solchem Trost nicht hinderlich.
    Dies hilft ihm aus dem Weltgetümmel.
    Drum spricht es: „Komm, mein Jesu, hole mich!“
  5. Arie
    Tod und Leiden
    soll mich nicht von Jesu scheiden.
    Nein, mein Trost bleibt ewig steh´n.
    Wird mein Leib zu Staub und Erde,
    ei, ich werde
    meinen Heiland dennoch seh´n.
  6. Secco-Rezitativ
    Der Welt ist zwar das Sterben fürchterlich,
    mir aber soll es eine Wohltat heißen.
    Ja, meine Seele sehnet sich,
    ins schöne Himmelsland zu reisen.
    Es gehe, wie es will, bei meinem Abschied zu,
    so kommt doch Leib und Seel zur angenehmsten Ruh´.
  7. Choralstrophe
    Mit Fried´ und Freud´ ich fahr´ dahin
    in Gottes Willen.
    Getrost ist mir mein Herz und Sinn,
    sanft und stille,
    wie Gott mir verheißen hat.
    Der Tod ist mein Schlaf worden.