Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1158/36

Der Gottlose lauert im Verborgenen



Originaltitel:
Der Gottloße lauert im Ver- / borgenen wie ein Löw / a / 2 Flaut. Tr. / 2 Hautb. / 2 Fag. / 2 Violin / Viola / Canto Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 17. p. Tr. / 1736.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 17. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1736
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: fl (2), ob (2), fg (2), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,str,bc) - g - C (andante e giusto)
     2.rec (S,bc)
     3.aria (S,ob(2),str,bc) - B - 3 (vivace/allegro)
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,fg(2),str,bc) - F - 3
     6.rec (A,bc)
     7.choral (SATB,fl(2),fg,str,bc) - g - C

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Wo Gott der Herr nicht bei uns hält (Seite 142)
Liedtext: Wo Gott der Herr nicht bei uns hält

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 17 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2 - fl 1, 2, ob 1, 2, fag 1, 2: 1, 1, 1, 1, 1, 1f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-444-21
RISM ID:   450006467
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Der Gottlose lauert im Verborgenen wie ein Löw’
    in der Höhle; er lauert dass er den Elenden erhasche.
  2. Rezitativ
    Das reine Lamm, der Heiland, muss zu Gast,
    ach! mitten unter Wölfen sitzen.
    Ihr Grimm hat schon den Rat gefasst:
    Er soll erwürget sein!
    Nur hätte gern die Bosheit einen Schein.
    Sie spitzen auf alle Worte ihre Ohren,
    sie denken schon, Er ist verloren.
    Doch ihre Schalkheit wird betört,
    sie fallen selbst in die gelegte(n) Schlingen.
    Ist’s je erhört:
    ein einzig Lamm kann viele Wölfe zwingen.
  3. Arie
    Getrost und unverzagt!
    Ob Satan alles wagt,
    er muss doch weichen.
    Wer sich an Jesum hält,
    wird über Tod und Welt
    den Sieg erreichen.
  4. Rezitativ
    Der Wölfe List ist freilich groß,
    doch wer den Pfad der Unschuld gehet,
    dem stehet
    der Herr in allem Anfall bei.
    Die Schafe sind in seiner Hand und Schoß,
    kein Wolf kann sie da rauben.
    Sie sind von falschen Schlangen frei,
    Gott macht sie klug im Glauben.
    Kein Feind, kein Streich kann sie betrügen
    und so muss noch allzeit
    das Lamm den Wolf besiegen.
  5. Arie
    Schlecht und recht!
    Also soll die Losung heißen,
    will die Wolfsbrut mich zerreißen.
    Trutz dem höllischen Geschlecht!
    Keine Arglist, kein Verstellen
    sollen mich zu Boden fällen,
    denn mein Geist
    liebt
    und übt,
    was Gott mich heißt,
    schlecht und Recht.
  6. Rezitativ
    In dieser Welt geht’s noch so zu:
    Die Wolfsart schleicht an allen Enden,
    die Lämmer haben keine Ruh’,
    jedoch sie sind in Gottes Händen.
    Der Herr ist ihre Zuversicht
    und Er verlässt die Seinen nicht.
  7. Choral
    Aufsperren sie den Rachen weit
    und woll’n uns gar verschlingen.
    Lob und Dank sei Gott allezeit,
    es wird ihn’n nicht gelingen,
    Er wird ihr’ Strick zerreißen gar
    und stürzen ihre falsche Lahr.
    Sie werden’s Gott nicht wehren.