Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1156/26

Sorget nicht für den andern Morgen



Originaltitel:
Sorget nicht für den andern / Morgen / a / 2 Flaut. Trav. / 2 Violin / Viola / Canto / Alto /Tenore / Basso / e / Continuo / Dn. 15. p. Tr. / 1726.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 15. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1726
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: fl (2), fg, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,str,bc) - C - 3
     2.rec (S,bc)
     3.aria (S,fl(2),fg,str,bc) - a - 2/4
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,fl(2),vl unis,vla,bc) - B - 3
     6.rec (T,bc)
     7.choral (SATB,str,bc) - C - 3

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Nun ruhen alle Wälder (Seite 106)
Liedtext: In allen meinen Taten

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 12 Seiten;
S (2x), A, T, B: 2, 1, 1, 1, 1 - vl 1, 2, vla, vlne, org: 1, 1, 1, 1, 2 - fl 1, 2: 1, 1f.
Kommentar: fg in bc-part /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-434-26
RISM ID:   450006139
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum/Chor
    Sorget nicht für den andern Morgen, denn
    der morgende Tag wird für das Seine sorgen.
    Es ist genug, dass ein jeglicher Tag seine eigene
    Plage habe.
  2. Secco-Rezitativ
    Die Sorgen häufen unsre Plagen
    und bringen gleichwohl gar nichts ein.
    Der Kummerstein
    drückt nur das Herz und hilft doch nicht.
    Viel besser ist´s, in strengen Tagen
    auf Gottes Vaterhand zu seh´n.
    Sie bricht
    vor jedes Kind ein Stückchen Brot.
    Der Vater sorgt in aller Not;
    wer ihm vertraut, dem wird viel Gut´s gescheh´n.
  3. Arie
    Der Vater sorgt — was soll ich sorgen? —
    und keine Not ist ihm verborgen,
    er weiß zu allen Sachen Rat.
    Der aller Welt ihr Teil bescheidet,
    der Gras und Blumen herrlich kleidet,
    der nimmt auch mich inacht
    und seine Sorgfalt wacht,
    wenn Seel´ und Leib was nötig hat.
  4. Secco-Rezitativ
    Kleingläubige, seht nur die Vögel an!
    Dies große Heer lebt ohne Grämen.
    Es wird von Gottes Reichtum satt.
    Es muss, es kann
    euch allzusehr beschämen.
    Ja, sehet auf die Felder hin!
    Zu welchem Schmuck die Blumen nicht gelangen!
    Es macht sie keine Arbeit matt,
    doch können sie [so] herrlich prangen.
    Will Gott das Gras in solche Sorgfalt zieh´n,
    wie sollte denn
    Er das an euch nicht tun, o ihr Kleingläubigen.
  5. Arie
    Mein Geist sehnt sich nach Seelenschätzen,
    des Leibes Notdurft fällt mir zu.
    Soll ich mich hier mit Sorgen pressen?
    Ach nein! Gott wird kein Kind vergessen.
    Ich bin vergnügt,
    wie Er die Nahrung fügt.
    So lebt mein Herz in stille[r] Ruh´.
  6. Secco-Rezitativ
    Durch Sorgen lässt sich nichts erwerben,
    und wer sich grämt, ist Heiden gleich.
    Gott lässt in seinem Reich
    die Untertanen nicht verderben.
    Sein Herz ist viel zu treu.
    Er gibt Leib, Seel und Leben
    Er wird auch Speis´ und Kleider geben.
    Wer ihn nur sucht, dem legt Er alles bei.
  7. Choralstrophe
    So sei denn, Seele, seine,
    vertraue dem alleine,
    der dich erschaffen hat.
    Es gehe, wie es gehe,
    der Vater in der Höhe,
    der weiß zu allen Sachen Rat.