Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1140/41

Alle die vor mir kommen sind



Originaltitel:
Alle die vor mir kommen sind, / die sind Diebe / a / 2 Violin / Viola / Hautb. / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Fer. 3. Pentec. / 1741.
Abschnitt im Kirchenjahr: Pfingsten
Sonntag im Kirchenjahr: 3. Pfingsttag
Entstehungszeit: 1741
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: ob, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.dictum (AT,str,bc) - C - C (allegro)
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,ob,str,bc) - Es - C
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,str,bc) - G - 6/8
     6.rec (T,bc)
     7.choral (SATB,str,bc) - c - 6/8

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Wer nur den lieben Gott läßt walten (Seite 140)
Liedtext: Mein Herze soll nun ganz absagen

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 14 Seiten;
S, A (2x), T, B (2x): 1, 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 1, 2, 2, 2 - ob: 1f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-449-30
RISM ID:   450006648
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Alle, die vor mir kommen sind,
    die sind Diebe und Mörder gewesen, aber die
    Schafe haben ihnen nicht gehorchet.
  2. Secco-Rezitativ
    Ach, guter Hirt’, auch nach Dir kommen Leute,
    die, ach, mit jenen Dieben
    und Mördern gleiches Sinnes sind.
    Sie dringen sich in Deinen Schafstall ein.
    Ihr Herz will nicht die Herde lieben,
    es sucht nur Beute.
    Und wenn es die gewinnt,
    so lässt es Herde Herde sein.
    Ach, Jesu, sieh doch drein
    und steu’re solcher Mörder Schar,
    die sich und nicht die Schafe weidet.
    Nimm jeder Herde wahr,
    die Not und Tod von solchen Menschen leidet.
  3. Arie
    Ach, Herr, lass es die Schafe sehen,
    wie treu es Deine Seele meint.
    Ach, lass es nie an Hirten fehlen,
    die Deinen Sinn und Weg erwählen,
    die rein im Wort, die rein im Leben,
    die rein im Wort und Leben seind.
  4. Secco-Rezitativ
    Der Erz-Hirt’ Jesus meint es treu.
    Er sucht allein
    das Wohl und nicht die Woll’ der Schafe.
    Er führt sie aus und ein.
    Sein Wort, Sein Tun macht sie nicht sicher, auch nicht scheu.
    Er braucht so Glimpf als Strafe.
    Er geht vor ihnen hin,
    dass sie des rechten Wegs nicht fehlen.
    Er speist sie nicht mit leerem Stroh,
    - nein! - Sein Bemüh’n
    besorgt mit Ernst die Wohlfahrt ihrer Seelen.
    Ach! Täten doch die Hirten alle so.
  5. Arie
    Jesus führt auf guter Weide
    und zuletzt zur Himmelsruh’.
    Ach, ihr Schafe, flieht die Diebe,
    gönnt doch Jesu eure Liebe.
    Ruft Er, so eilt Ihm zu.
  6. Secco-Rezitativ
    Auf, auf, ihr Schafe wacht!
    Nehmt euch doch selbst für falschen Stimmen
    zu eurem Heil in Acht.
    Gebt Satan, Welt und Sünden gute Nacht.
    Will der Verführer Schar,
    wenn ihr sie flieht, ergrimmen:
    Was ist’s? Was können sie euch tun?
    Der Erz-Hirt’ schützt euch in Gefahr.
    Folgt Ihm! Bei Ihm könnt ihr einst ewig ruh’n.
  7. Choralstrophe
    Gut, ach wie gut hat’s eine Seele,
    die aller Welt gibt gute Nacht.
    Trutz, dass sie ferner also quäle
    der Geiz, die Wolllust und der Pracht
    Nun ist sie immer wohlgemut,
    wohl ihr, sie hat es ewig gut.