Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1121/16

Sehet zu dass ihr vorsichtig wandelt



Originaltitel:
Sehet zu, daß ihr vorsichtiglich / wandelt / a 9. / 2 Violin / Viol / 2 Cant. / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. Reminiscere. / 1716.
Abschnitt im Kirchenjahr: Fastenzeit
Sonntag im Kirchenjahr: Reminiscere (2. Sonntag der Passionszeit)
Entstehungszeit: 1716
Vokal: Sopran (2), Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: (ob), (org), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SSATB,str,bc) - d - C+3
     2.rec (S,bc)
     3.aria (S,vl unis,org/ob,bc) - g - C
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,str,bc) - F - 3
     6.rec (A,bc)
     7.coro (SSATB,str,bc) - d - C(4/2)
Dichter: G.C. Lehms
Partitur: 12 Seiten;
S 1, 2, A, T, B: 3, 1, 1, 1, 2 - vl 1, 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 2 - ob: 1f.
Kommentar: mov3 in score: vox humana (org) in F & G-Clef, in parts version for ob solo (in G-Clef) - mov7 in vl indicated solo & tutti /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-424-08
RISM ID:   450005827
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Sehet zu, wie ihr vorsichtiglich wandelt,
    nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen.
  2. Secco-Rezitativ
    Viel tausend arme Seelen
    geh’n ihren Lüsten nach
    und stürzen sich dadurch in vieles Ungemach.
    Der kleinste Teil
    sucht weis’ und klug zu handeln
    und so vor Gott zu wandeln,
    dass er sein Christentum, sein Glücke, Wohl und Heil
    nicht liederlich verscherzet.
    Dies, was den Augen wohl gefällt,
    liebt die verkehrte Welt
    und lässt sich nicht auf Gottes Wege lenken.
    Die Laster sind ihr Freund,
    die Tugend ihr geschwor’nerFeind.
    Muss dies nicht meinen Gott in seinem Himmelkränken!
  3. Arie
    Ach, mein Herz, lass dich die Welt
    nicht in ihre Netze ziehen.
    Denn wer seinen Gott vergisst
    und mit ihr ein Bündnis schließt
    kann sie nicht leicht wieder fliehen.
  4. Secco-Rezitativ
    Die Vorsicht ist der Weisen bester Rat.
    Wer den nicht bei sich hat,
    dem hat sie gleich das Herz genommen.
    Und, o, wie schwerlich kann man drauf
    aus ihren Klauen kommen.
    Der kurze Lebenslauf
    ist bald verbracht.
    Wie will nun der, so hier an keinen Gott gedacht,
    doch dort - nach diesen Sterben -
    die Seligkeit ererben?
    Ach! Irrt euch nicht,
    ihr Welt- und Sünderrotten:
    Gott lässet sich nicht spotten.
  5. Arie
    Gott lässt sich nicht spotten.
    Drum höret, ihr Sünder!
    Drum höret, ihr Sünder, und Belials Kinder,
    dass diesen das höllische Feuer bestimmt,
    bei welchen die Liebe zur Eitelkeit glimmt.
    Bedenket doch dieses, ihr Würmer und Motten,
    bedenkt es und glaubt es:
    Gott lässt sich nicht spotten.
  6. Secco-Rezitativ
    Will man nun dort für Gott besteh’n,
    muss man auch dort auf seinen Wegen geh’n.
  7. Choralstrope
    Sing’, bet’ und geh’ auf Gottes Wegen,
    verricht das Deine nur getreu.
    Vertrau’ des Himmels reichen Segen,
    so wird er bei dir werden neu,
    denn welcher seine Zuversicht
    auf Gott setzt, den verlässt er nicht.