Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1120/44

Gott widerstehet den Hoffärtigen



Originaltitel:
Gott widerstehet den Hoffär- / tigen / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. Invoca. / 1744 / ad / 1739.
Abschnitt im Kirchenjahr: Fastenzeit
Sonntag im Kirchenjahr: Invocavit (1. Sonntag der Passionszeit)
Entstehungszeit: 1744
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 2
Instrumente: ob, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,str,bc) - d - 3
     2.aria (T,vl unis,vla,bc) - B - C (allegro)
     3.rec (T,bc)
     4.choral (SATB,(ob),str,bc) - d - 6/4
     5.aria (S,vl unis,vla,bc) - A - 3 (allegro)
     6.rec (S,bc)
     7.choral (4) DC
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 12 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 1, 2, 2, 2 - ob: 1f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-452-07
RISM ID:   450006804
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001191689
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Gott widerstehet den Hoffärtigen, aber
    den Demütigen gibt Er Gnade. So seid
    nun Gott untertänig. Widerstehet dem
    Teufel, so fliehet er von euch.
  2. Arie
    Der Satan kommt mit Schlangen-Streichen,
    ihr Glaubige, nehmt euch in Acht.
    Doch unverzagt!
    Ob er gleich manchen Anfall wagt,
    kämpft nur mit Gottes Wort und Lehre:
    Dies ist ein Schwert und eine Wehre,
    womit man ihn zuschanden macht.
  3. Secco-Rezitativ
    Der stolze Fürst der Finsternus
    wagt sich sogar an Gottes Sohn,
    jedoch er muss
    zuletzt mit Spott und Hohn
    vor diesem starken Helden weichen.
    Was macht’s? Seht Jesus Waffen an:
    Er war des Vaters Rat und Willen
    und Seinem Wort in Demut untertan.
    Ihr Frommen, tut desgleichen
    und lasst den Satan immer brüllen.
  4. Choralstrophe
    Trotz, dem alten Drachen,
    trotz, des Todes Rachen,
    trotz, der Furcht darzu.
    Tobe, Welt und springe.
    Ich steh’ hier und singe
    in gar sich’rer Ruh’,
    Gottes Macht hält mich in Acht.
    Erd und Abgrund muss verstummen,
    ob sie noch so brummen.
  5. Arie
    Fleuch, Satan, hebe dich von dannen,
    ich räume deinem Rat nichts ein.
    Schickt mir Gott eine Prüfungsstunde,
    mein Herze gibt sich willig drein.
    Ich weiß, Sein Wort aus Seinem Munde
    wird auch mein Trost und Rettung sein.
  6. Secco-Rezitativ
    Ich ehre Gott in allen Sachen,
    was Seine Weisheit mit mir fügt,
    damit bin ich vergnügt.
    Will Er mich arm und niedrig machen,
    ich ehre Seinen Rat.
    G’nug, dass ich Gottes Freundschaft habe.
    Der hat die allerbeste Gabe,
    wer Gott zum Freunde hat.
    Drum Satan, fleuch mit deinen Ränken,
    dein Schattenwesen täuscht mich nicht.
    Mein Herz bleibt Gott verpflicht’t,
    der kann und wird mir bess’re Schätze schenken.
  7. Choralstrophe
    Gute Nacht, o Wesen,
    das die Welt erlesen,
    mir gefällst du nicht.
    Gute Nacht, ihr Sünden,
    bleibet weit dahinten,
    kommt nicht mehr ans Licht.
    Gute Nacht, du Stolz und Pracht,
    dir sei ganz, du Lasterleben,
    gute Nacht gegeben.