Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1115/34

Herr die Wasserströme erheben sich



Originaltitel:
Herr, die Waßer Ströhme / erheben sich / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 4. p. Epiphan. / 1734.
Abschnitt im Kirchenjahr: Epiphanias
Sonntag im Kirchenjahr: 4. Sonntag nach Epiphanias
Entstehungszeit: 1734
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 2
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro+acc (T,SATB,str,bc) - B - 12/8 (presto)
     2.aria (B,vl unis,vla,bc) - g - C (largo)
     3.rec (S,bc)
     4.aria (S,vl unis,vla,bc) - D - C (vivace)
     5.rec (B,bc)
     6.choral (SATB,str,bc) - B - C (largo)
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 14 Seiten;
S, A (2x), T (2x), B (2x): 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Edition: vorhanden
Kommentar: Eine vlne-Stimme beziffert - See: NoackG 1926, p.173



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-442-03
RISM ID:   450006389
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001189961
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    
Eingespielt auf CD, LP, usw.:



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    Text der Kantate:
  1. Dictum / Accompagnato-Rezitativ
    Herr, die Wasserströme erheben sich,
    die Wasserströme erheben ihr Brausen,
    die Wasserströme heben empor die Wellen.

    Ach! Christi Schiffchen leidet Not,
    ein Sturm hat sich erhoben
    und die Verfolgungswellen toben!
    Herr Zebaoth!
    Soll Satan seinen frechen Willen
    zum Untergang der kleinen Herd’ erfüllen?
    Erwache, großer Steuermann!
    Ach, nimm Dich derer Deinen an.
    Du, Herr, kannst ja Wind, Meer und Wetter stillen.
  2. Arie
    Ach, wie lange
    soll der kleinen Herde bange
    und sie so verlassen sein?
    Jesus schläft, da Fromme zagen.
    Seine Sonne will nicht tagen
    und des Glaubens Licht ist klein.
  3. Rezitativ
    So schwach ist oft des Glaubens Licht,
    die edle Glut
    will bei Aposteln schier erkalten.
    O schwaches Volk, siehst du denn nicht,
    dass Jesus bei dir ist?
    Sein Finger hemmt der Wellen Wut,
    Sein starker Arm kann dich erhalten.
    Ach! dass du doch so furchtsam bist.
  4. Arie
    Jesus hemmt die stolze Wellen,
    alles steht in Seiner Hand.
    Unverzagt, unverzagt!
    Obgleich Satan alles wagt,
    lacht nur seines frechen Schnaubens,
    denn der Anker unsers Glaubens
    ruht in keinem leichten Sand.
  5. Rezitativ
    So fasse dich, du kleine Schar.
    G’nug! Jesus ruht in deinem Schiffe.
    Was fürchtest du Gefahr?
    Der große Steuermann
    kennt Satans Sturm und Griffe.
    Verlass’ dich nur auf Seine Allmachtshände.
    Er bringt, eh man es denken kann,
    die Schiffart seines Volks zum höchst erwünschten Ende.
  6. Choral
    Was bist du so hoch betrübet
    und voll Unruh’, meine Seel’?
    Harr’ auf Gott, der herzlich liebet
    und wohl siehet, was dich quäl.
    Ei, ich werd Ihm dennoch hier
    fröhlich danken für und für,
    dass Er meinem Angesichte
    sich selbst gibt zum Heil und Lichte.