Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1111/10

Nimm mein Herz zum Geschenke



Originaltitel:
Nimm mein Hertze zum Geschencke. Cantata. M. D. 1709.
Abschnitt im Kirchenjahr: Epiphanias
Sonntag im Kirchenjahr: Epiphanias / Heilige drei Könige / Erscheinung Christi
Entstehungszeit: 1710
Vokal: Sopran
Solostimmen: 1
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.aria (S,str,bc) - D - C (affettuoso)
     2.rec (S,bc)
     3.aria (1) DC
     4.rec (S,bc)
     5.aria (1) DC
     6.rec (S,bc)
     7.aria (S,str,bc) - D - 12/8
Dichter: E. Neumeister
Partitur: 20 Seiten;
S: 1 - vl 1 (4x), 2 (4x), vla (3x), vlc (2x), vlne (4x), bc (2x): 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2, 1, 1, 1, 1, 1f.
Edition: vorhanden
Kommentar: Je eine Streicherstimme in A. - Die Continuostimmen in C und in A -> parts in diff. handwritings -> later version in A? /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-417-21
RISM ID:   450005736
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001187405
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Arie
    Nimm mein Herze zum Geschenke,
    allerliebster Jesus, an!
    Ach, wenn ich daran gedenke,
    was du hast an mir getan,
    muss ich aus Verwund’rung schweigen,
    denn da reicht kein Dank nicht zu.
    Ich bin ohne dem dein Eigen,
    doch das Herz verlangest du.
    Ist dir meins nun nicht zu wenig,
    ach, so nimm es, großer König.
  2. Secco-Rezitativ
    Wer war ich? Ach, ein blinder Heide,
    der ferne von der künft’gen Freude,
    ja, ohne Gott und Glauben war.
    Ich hatte weder Recht noch Teil
    am Erbe jenes Lebens.
    So war mein ganzes Tun vergebens
    und stellte mir vor Gnad’ und Heil
    den Zorn und die Verdammnis dar.
    Da aber du, du Licht der Heiden, kamest
    und mich zur Kindschaft Gottes nahmest,
    so ist auch mir
    die Tür
    des Himmels aufgetan.
  3. Arie
    Nimm mein Herze zum Geschenke,
    allerliebster Jesus, an!
    Ach, wenn ich daran gedenke,
    was du hast an mir getan,
    muss ich aus Verwund’rung schweigen,
    denn da reicht kein Dank nicht zu.
    Ich bin ohne dem dein Eigen,
    doch das Herz verlangest du.
    Ist dir meins nun nicht zu wenig,
    ach, so nimm es, großer König.
  4. Secco-Rezitativ
    Wer bin ich? Nun, ein Christ,
    der Gottes Kind und Christi Bruder ist.
    O, welche Herrlichkeit muss ich dadurch erlangen!
    Es mag die Welt mit Gold und Purpur prangen,
    ich trete das mit Füßen,
    weil ich das höchste Gut genießen
    und mich an Gott vergnügen kann.
  5. Arie
    Nimm mein Herze zum Geschenke,
    allerliebster Jesus, an!
    Ach, wenn ich daran gedenke,
    was du hast an mir getan,
    muss ich aus Verwund’rung schweigen,
    denn da reicht kein Dank nicht zu.
    Ich bin ohne dem dein Eigen,
    doch das Herz verlangest du.
    Ist dir meins nun nicht zu wenig,
    ach, so nimm es, großer König.
  6. Secco-Rezitativ
    Was werd’ ich? Dort ein Himmels-Erbe,
    Denn wenn ich endlich sterbe,
    so sind dort alle Schätze mein,
    die vor dem Throne Gottes sein.
    Des freu’ ich mich, das hoff’ ich mir.
    Ach Jesus!
    Ach Jesus, wär’ ich schon bei dir.
  7. Arie
    Ach, ich hoffe stets mit Sehnen
    auf die auserwählte Zeit,
    da mein Jesus mich wird krönen
    in der frohen Ewigkeit.
    Ob ich ja
    hier mehr Lebensstunden zähle,
    ist die Seele
    dennoch in Gedanken da.