Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1110/28

Er hat seinen Engeln befohlen



Originaltitel:
Er hat seinen Engeln befoh- / len über dir / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / e / Continuo. / Dn. post nov. Ann. / 1728.
Abschnitt im Kirchenjahr: Weihnachtszeit
Sonntag im Kirchenjahr: Sonntag nach Neujahr
Entstehungszeit: 1728
Vokal: Sopran, Alt, Tenor
Solostimmen: 2
Instrumente: fg, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.acc (T,str,bc)
     2.rec (T,bc)
     3.aria+rec (T,str,bc) - C - C (allegro)
     4.rec (A,bc)
     5.aria (A,fg,vl unis,vla,bc) - F - 3
     6.rec (A,bc)
     7.choral (SAT,str,bc) - d - 3

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Vater unser im Himmelreich (Seite 127)
Liedtext: Ach Gott, wie manches Herzeleid

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 10 Seiten;
S, A, T: 1, 1, 1 - vl 1, 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 2 - fag: 1f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-436-02
RISM ID:   450006186
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Er hat seinen Engeln befohlen über dir,
    dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen,
    dass Sie dich auf den Händen tragen,
    dass du deinen Fuß nicht an einen Stein stößest.
  2. Secco-Rezitativ
    Herodes stelle immer Netze,
    er dürste nur nach Christenblut!
    Gott selbst hält Wacht und Hut;
    trutz , dass des Feindes Grimm
    ein gläubig’ Herz verletze.
    Sein Rat, ja List und Ungestüm
    soll Gottes Kinder wohl nicht schrecken.
    Die Hand des Herrn weiß sie schon zu bedecken.
  3. Arie/Secco-Rezitativ/Arie
    Gott wacht, wenn Welt und Satan wachen;
    wer dem vertraut, kann sie verlachen.
    Bedrängtes Herz, verzage nicht!
    Und macht dir ein Verfolger bange:
    Getrost und still ! Es währt nicht lange.
    Der Herr ist Sonn’ und Schild
    vor dem kein Feind nichts gilt
    Er ist’s, der Satans Zähne bricht.
    Und musst du gleich von dannen ziehen,
    es gibt noch ein Ägypten-Land,
    dahin kann ein Gerechter fliehen.
    Und Gottes Hand
    zeigt seinen Frommen Bahn und Steg.
    Den rauhen Weg
    versüßt sein Trost, den seine Güte schenket,
    bis er die Not zum frohen Ende lenket.
    Gott wacht, wenn Welt.
  4. Secco-Rezitativ
    Der Engel Schar
    lässt Gläubige nicht leicht verletzen.
    Ihr Herr nimmt allen Anfall wahr,
    wenn Feind und Welt das Mordschwert wetzen.
    Geschicht’s, dass sie den Blutdurst stillt,
    so tragen sie den Geist hinauf,
    wo nach vollbrachtem Marterlauf
    ein ewig süßer Trost vor Gottes Kinder quillt.
  5. Arie
    Frommer Vater, deinen Händen
    sei mein Leben heimgestellt.
    Soll ich leiden, soll ich sterben?
    Ei, mein Geist wird nicht verderben.
    Nein, ach nein!
    Er hofft, dort bei dir zu sein,
    wo ewig Ruhe hält.
  6. Secco-Rezitativ
    Ihr Feinde wütet nur, die Rache wird schon kommen.
    Ich zweifle nicht, mir wird der schönste Lohn der Frommen.
  7. Choral
    Drum will, ich weil ich lebe noch,
    das Kreuz dir fröhlich tragen nach.
    Mein Gott, mach mich dazu bereit,
    es dient zum Besten allezeit.
    Hilf mir, mein Sach’ recht greifen an,
    dass ich mein’n Lauf vollenden kann.