Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1105/43

Jauchzet ihr Himmel freue dich Erde



Originaltitel:
Jauchzet ihr Himmel, freue dich / Erde / a / 2 Corn. / Tymp. F. G. A. c. / 2 Violin / Viola / Fagotto / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Fer. 1. Nativ. Chr. / 1743. / ad / 1739.
Abschnitt im Kirchenjahr: Weihnachtszeit
Sonntag im Kirchenjahr: 1. Weihnachtstag
Entstehungszeit: 1743
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: fg, hn (2), timp (4), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,hn(2),timp(4),str,bc) - F - 3/8
     2.rec (S,bc)
     3.aria (S,fg,hn(2),timp(4),str,bc) - F - 6/8
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,vl unis,vla,bc) - G - C (vivace/allegro)
     6.rec (T,bc)
     7.choral (SATB,hn(2),timp(4),str,bc) - F - C
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 15 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 1, 2, 2, 2 - fag, cor 1, 2: 1, 1, 1 - timp: 1f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-451-58
RISM ID:   450006796
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001191657
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    
Eingespielt auf CD, LP, usw.:



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Jauchzet, ihr Himmel, freue dich, Erde,
    lobet, ihr Berge, mit Jauchzen;
    denn der Herr hat Sein Volk getröstet
    und erbarmet Sich Seiner Elenden.
  2. Secco-Rezitativ
    Fragt nicht so toll,
    ihr eitle Weltgemüter,
    was dieser Trost, was das Erbarmen sei,
    drob Erd und Himmel jauchzen soll.
    Es ist nicht Lust noch schnöde Erdengüter,
    nein, nein!
    Gott macht Sein Volk von Satans Sklaverei
    durch Seinen Sohn, den starken Retter, frei.
    Soll das nicht alle Welt erfreu’n?
    Ach ja!
    Drum singt der Engel starkes Heer:
    „Allein Gott in der Höh’ sei Ehr’.“
  3. Arie
    Gottes Sohn ist Mensch geboren.
    Was die Welt im Fall verloren,
    das bringt Jesus wieder ein.
    Menschen werden Gottes Freunde,
    Er erbarmt sich Seiner Feinde,
    kann ein Trost wohl größer sein?
  4. Secco-Rezitativ
    Stellt sich mein Geist in stiller Andacht für,
    was mir des Höchsten Huld in Dir,
    mein Heiland, heut’ geschenket,
    so wird mein Herz mit Freude angefüllt.
    Der Sündenschmerz, der meine Seele kränket,
    wird ganz durch Dich gestillt.
    Ach ja, wie wohl ist mir,
    da ich im Glaubenslicht
    in Dir ein ewig Heil ersehen kann.
    Und ficht mich gleich der Feind oft an,
    so klingt mir dieses Wort in Ohren,
    was heut ein Engel spricht:
    „Ihr Menschen, freuet euch, der Heiland ist geboren.“
  5. Arie
    Welt, behalte deine Freude,
    Jesus ist’s, der mich erfreut.
    Jesus bringt mir allen Segen,
    ja den Himmel selbst entgegen.
    O, der großen Seligkeit!
  6. Secco-Rezitativ
    Du kommst, mein Heil, zwar ach! in Knechtsgebärden,
    jedoch mein Herz nimmt Dich voll Ehrfurcht auf und ein.
    Ach, lass’ es Deine Krippe sein
    und Deine Wohnung werden.
    Wohnst Du in mir,
    so hab ich schon des Himmels Vorschmack hier.
  7. Choralstrophe
    Ich will Dich mit Fleiß bewahren,
    ich will Dir
    leben hier,
    Dir will ich abfahren.
    Mit Dir will ich endlich schweben
    voller Freud’,
    ohne Zeit
    dort im andern Leben.