Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1169/42

Entäussre dich mein Herz



Originaltitel:
Entäußre dich mein Hertz / der Sünden / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenoe / Basso / e / Continuo. / Fest. Purif. Mariae / 1742.
Abschnitt im Kirchenjahr: Marienfeste
Anlass: Mariä Reinigung (2.2.)
Entstehungszeit: 1742
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,str,bc) - d - 3
     2.rec (T,bc)
     3.choral (SATB,str,bc) - d - C
     4.aria (SB,vl unis,vla,bc) - F - 3
     5.rec (B,bc)
     6.choral (3) DC

Melodie zum 3. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Du, o schönes Weltgebäude (Seite 29)
Liedtext: Du, o schönes Weltgebäude

Melodie zum 6. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Du, o schönes Weltgebäude (Seite 29)
Liedtext: Du, o schönes Weltgebäude

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 11 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-450-07
RISM ID:   450006685
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Chor
    Entäußre dich, mein Herz, der Sünden,
    wer diese liebt, sieht Jesum nicht.
    Soll dir der Herr, dein Heil, erscheinen,
    so halte dich stets zu den Reinen
    und wandle gleich wie Er im Licht.
    der ist Gott angenehm, der wird im Tode leben.
  2. Rezitativ
    Ich bin zwar, ach, befleckt,
    die Sünde ist mir angeboren;
    der Gift, der in mir steckt,
    trennt, werter Jesu, mich und Dich,
    so müsste ich im Tod verloren
    und ewig unglückselig sein.
    Doch dies hingegen tröstet mich,
    Dein Lamm-Blut macht mich rein.
    Dies fasse ich,
    so darf ich freudig nach Dir blicken.
    Mein Glaube zweifelt nicht,
    ich werde Dich dereinst im Licht
    durch Dich verklärt ersehn
    und o! wie wird mich das erquicken.
    Ach Jesu, lass es bald geschehn!
  3. Choral
    Ach dass ich des Leibes Kerker
    heute noch verlassen müsst’
    und käm’ an der Sternen Erker,
    wo das Haus der Freuden ist.
    Da wollt’ ich mit Wortgepränge
    bei der Engel großen Menge
    rühmen Deiner Gottheit Schein,
    allerschönstes Jesulein.
  4. Duett
    Wer Jesum kennt, der stirbt mit Freuden,
    der Tod führt ihn zum Leben ein.
    Ja, ja! Der Himmel steht ihm offen,
    er darf bei Gott das Beste hoffen,
    ein reiches Teil,
    ein ewig Heil.
    Warum? Sein Heiland macht ihn rein.
  5. Rezitativ
    Fahrt immer hin, ihr eitlen Dinge,
    die ihr so manches Herz betört:
    ihr seid mir zu geringe.
    Mein Herz, das Jesum kennt und ehrt,
    hofft größ’re Herrlichkeiten,
    die keine Zeit verzehrt.
    Da ist kein Feind, kein Tod, kein Leiden,
    da freut sich meine Seele drauf.
    Herr, komm nur bald und hole mich hinauf.
  6. Choral
    Komm, o Tod, du Schlafes Bruder,
    komm und führe mich nur fort;
    löse meines Schiffleins Ruder,
    bringe mich in sichern Port!
    Es mag, wer da will, dich scheuen,
    du kannst mich vielmehr erfreuen,
    denn durch dich komm ich herein
    zu dem schönsten Jesulein.