Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1169/41

Kommt Seelen kommt nehmt eure Pflicht



Originaltitel:
Kommt, Seelen, kommt, nehmt / eure Pflicht / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Fest. Purif. Mar. / 1741.
Abschnitt im Kirchenjahr: Marienfeste
Anlass: Mariä Reinigung (2.2.)
Entstehungszeit: 1741
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.acc (S,str,bc)
     2.aria (S,str,bc) - C - 3 (affettuoso)
     3.choral (SATB,str,bc) - c - C (vivace)
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,str,bc) - Es - 3
     6.acc (T,str,bc)
     7.choral (3) DC

Melodie zum 3. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Wer nur den lieben Gott läßt walten (Seite 140)
Liedtext: Was gibst du denn, o meine Seele

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Wer nur den lieben Gott läßt walten (Seite 140)
Liedtext: Was gibst du denn, o meine Seele

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 13 Seiten;
S, A (2x), T, B (2x): 1, 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 1, 2, 2, 2f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-449-07
RISM ID:   450006625
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



 Ich möchte einen Fehler oder eine Verbesserung zu
    dieser Kantate melden:  
 


    Text der Kantate:
  1. Accompagnato-Rezitativ
    Kommt, Seelen, kommt! Nehmt eure Pflicht
    an einem löblichen Exempel
    des Glaubens und der Tugend wahr.
    Hört, was ein Frommer spricht,
    seht, was die Tugend tut:
    Die Reinen stellen sich im Tempel
    dem Herrn zum Opfer dar
    und jener zeigt zum Sterben frohen Mut.
    Lernt: Wer sich Gott in reinem Sinn ergeben,
    der ist Gott angenehm, der wird im Tode leben.
  2. Arie
    Weg, Sünde, weg, du eitles Wesen!
    Ich räume dir mein Herz nicht ein.
    Der reine Heiland, den ich ehre,
    gibt mir in Seinem Tun die Lehre:
    Ich soll hier rein
    und einzig Gottes sein.
  3. Choralstrophe
    Du musst, was Gottes ist, Gott geben.
    Sag Seele, wem gebührt das Herz?
    Dem Teufel nicht, er hasst das Leben,
    wo dieser wohnt, ist Höllenschmerz.
    Dir, Dir, o Gott, Dir soll allein
    mein Herz aufwärts gewidmet sein.
  4. Accompagnato-Rezitativ
    Verlachen manche diesen Sinn,
    wenn man die Lust und Schätze dieser Welt
    für nichts, für Torheit hält,
    und gibt sich Gott zum Dienste hin:
    sie mögen immer lachen,
    ihr Spott soll mich nicht irre machen.
    Mein Herz bleibt Gott allein geweiht,
    ich diene ihm in Redlichkeit,
    Hiervon hab ich den edelsten Gewinn.
    Der Himmel ist mein Teil und Erbe,
    dies macht, dass ich getrost im Frieden sterbe.
  5. Arie
    Tod und Gruft kann mich nicht schrecken,
    weil ich Gottes Eigen bin.
    Zagen andre beim Verscheiden,
    ei, so spreche ich mit Freuden:
    Herr, nimm meine Seele hin.
  6. Accompagnato-Rezitativ
    Mein Jesus bleibet stets bei mir.
    Wenn meines Lebens Faden bricht,
    so spricht Er: Zage nicht,
    ich bin im Sterben auch bei dir.
    Er gibt mir drauf des Himmels Leben.
    Wie sollte ich ihm hier
    mein Herz, da Er´s begehrt, nicht geben?
  7. Choralstrophe
    Wem sollt ich mein Herz lieber gönnen
    als dem, der mir das Seine gibt.
    Dich kann ich mein´n Herzliebsten nennen,
    Du hast mich in den Tod geliebt.
    Mein Herz, Dein Herz, ein Herz allein
    soll Dein und keines andern sein.