Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1169/37

Siehe ich sende euch wie Schafe



Originaltitel:
Siehe ich sende euch wie Schaafe / mitten unter / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / a / Continuo. / Fest. Purif. Mar. / 1737.
Abschnitt im Kirchenjahr: Marienfeste
Anlass: Mariä Reinigung (2.2.)
Entstehungszeit: 1737
Vokal: Sopran, Alt, Tenor
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.acc (A,str,bc)
     2.rec (T,bc)
     3.aria (T,str,bc) - F - 12/8
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,vl unis,vla,bc) - D - 6/4 (largo e giusto)
     6.rec (A,bc)
     7.choral (SAT,str,bc) - B - 3/2

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Freu dich sehr, o meine Seele (Seite 42)
Liedtext: O du allersüß'ste Freude

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 11 Seiten;
S, A, T (2x): 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-445-05
RISM ID:   450006478
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter
    die Wölfe; darum seid klug wie die Schlangen
    und ohne Falsch wie die Tauben.
  2. Secco-Rezitativ
    Wie unrein ist die Welt!
    Wer sich nicht wie die Tauben
    in reinem Glauben
    mehr in der Höh’ als auf der Erden hält,
    der wird gar leicht befleckt
    und, wo nicht von der Wölfe Rachen
    verschlungen, dennoch angesteckt.
    Herr Jesu, du kannst alles machen,
    ach mache mich und halte mich auch rein.
    Mein Leib und auch der Geist soll dir ein Taubenopfer sein.
  3. Arie
    Weg schnöde Eitelkeiten,
    weg Wolllust dieser Zeiten!
    Mein Herz ist Taubenart.
    Mein Sinn geht in die Höhe,
    wo ich den Heiland sehe,
    der sich mit meiner Seele paart.
  4. Secco-Rezitativ
    Ein Taubenherz, mit Christi Blut gewaschen,
    fleucht allen Unflat dieser Zeit;
    sein Leben ist nur Gott geweiht.
    Und ob ihm Satan Stricke legt,
    er kann es dennoch nicht erhaschen.
    Das macht: Die Taube Gottes trägt
    den neu geschaff’nen Geist
    in kluger Sorgfalt stets in Händen.
    Und wenn sie durch das Tal
    des finstern Todes reist,
    so hilft ihr Gott den Lauf vollenden
    und nimmt sie auf in seinen Himmelssaal.
  5. Arie
    Herr, ich glaube!
    Hole deine schwache Taube
    heim zu dir in Sicherheit.
    Ach, in Babels öden Gründen
    kann ihr Fuß nicht Ruhe finden.
    Alles ist da Eitelkeit.
  6. Secco-Rezitativ
    Du Himmelstaube du, du reiner Geist des Herrn,
    du kannst allein
    zur stolzen Ruhe leiten.
    Komm, weihe dir mein Herz zur Wohnung ein!
    Ich werde dir zu allen Zeiten
    und herzlich gern
    zur Folge willig sein.
    Jedoch, ich weiß: Du liebst nur reine Seelen.
    Ich bin im Blute Jesu rein.
    Ja, ja, du kommst, mein Bitten wird nicht fehlen.
  7. Choral
    Du bist heilig, lässt dich finden,
    wo man rein und sauber ist,
    fleuchst hingegen Schand’ und Sünden,
    wie die Tauben Stank und Mist.
    Mache mich, o Gnadenquell,
    durch dein Waschen rein und hell;
    lass mich fliehen, was du fliehest,
    gib mir, was du gerne siehest.