Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1164/47

Wehe denen die verborgen sein wollen



Originaltitel:
Wehe denen, die verborgen seyn / wollen / a / 2 Flaut. Tr. / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 23. p. Tr. / 1747. / ad / 1736.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 23. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1747
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 2
Instrumente: fl (2), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,str,bc) - g - 3
     2.rec (S,bc)
     3.coro (SATB,str,bc) - D - 3 (allegro)
     4.choral (SATB,str,bc) - g - C
     5.rec (S,bc)
     6.coro (SATB,fl(2),str,bc) - C - 3
     7.rec (B,bc)
     8.choral (4) DC

Melodie zum 4. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Wo Gott der Herr nicht bei uns hält (Seite 142)
Liedtext: Wo Gott der Herr nicht bei uns hält

Melodie zum 8. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Wo Gott der Herr nicht bei uns hält (Seite 142)
Liedtext: Wo Gott der Herr nicht bei uns hält

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 14 Seiten;
S (2x), A, T, B: 2, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), vl 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 2, 2, 1, 2 - fl 1, 2: 1, 1f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-455-34
RISM ID:   450006952
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Wehe denen, die verborgen sein wollen
    vor dem Herrn, ihr Vornehmen zu
    verhehlen, und ihr Tun im Finstern halten
    und sprechen: Wer siehet uns und wer kennet uns?
  2. Secco-Rezitativ
    Die Welt wagt sich
    an Gottes Sohn mit ihren Ränken.
    Sie richtet all ihr Denken
    auf einen gift’gen Schlangenstich.
    Weil sie ihr Netz verborgen stellt,
    so meint sie, Er sei schon gefangen.
    Doch wenn Er nur ein Wörtchen spricht,
    so ist ihr Rat wie Rauch vergangen.
    Du tolle Welt!
    Wie töricht ist doch deine Klugheit, nicht !
  3. Chor
    Die Wahrheit hat sehr starke Waffen,
    ihr Licht jagt alle Feinde fort.
    Wer ihr verwegen Netze stellt,
    der wird gefällt.
    Sie raubet niemand seine Ehre
    und ihre Wehre
    ist allzeit Gottes wertes Wort.
  4. Choralstrophe
    Was Menschenkraft und -witz anfäht,
    soll uns billig nicht schrecken.
    Er sitzet an der höchsten Stätt’,
    der wird ihr’n Rat aufdecken.
    Wenn sie’s auf Klügste greifen an,
    so geht doch Gott ein’ andre Bahn.
    Es steht in Seinen Händen.
  5. Secco-Rezitativ
    Wer redlich spricht und tut,
    darf keinen Feind nicht scheuen.
    Die Arglist dieser Welt,
    auch wenn sie grausam tut,
    das alles kann der Rat des Herrn zerstreuen.
    Drum Redliche, seid unverzagt,
    euch bleibt das Feld!
    Es ist umsonst, was Welt
    und Teufel wagt.
  6. Chor/Arie
    Schämet euch, ihr falsche Schlangen!
    Mich zu fangen,
    ist ein Heuchel-Schein zu schwach.
    Jesus teure werte Lehre,
    die ich ehre,
    macht mich klug.
    Falsches Leben und Betrug
    stürzt mich nicht in Ungemach.
  7. Secco-Rezitativ
    Ihr Redliche, zagt nicht!
    Gott wird so List
    und Macht der Welt zuschanden machen.
    Kommt selbst ihr Fürst mit aufgesperrtem Rachen
    - trutz ihm! - hier ist,
    der seine Stärke bricht.
  8. Choralstrophe
    Aufsperren sie den Rachen weit,
    und woll’n uns gar verschlingen.
    Lob und Dank sei Gott alle Zeit,
    es wird ihn’n nicht gelingen.
    Er wird ihr’n Strick zerreißen gar
    und stürzen ihre falsche Lahr,
    sie werden Gott nicht wehren.