Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1164/38

Seid untertan aller menschlicher Ordnung



Originaltitel:
Seydt unterthan aller menschlichen / Ordnung / a / 3. Hautb. / 2 Violin / Viola / Fagotto / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 23. p. Tr. / 1738.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 23. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1738
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: ob (3), fg, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.acc (T,str,bc)
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,ob(3),fg,str,bc) - B - C
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,fg,str,bc) - e - C
     6.rec (B,bc)
     7.choral (SATB,ob(3),fg,str,bc) - g - 12/8

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort (Seite 36)
Liedtext: Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 15 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2 - ob 1, 2, 3, fag: 1, 1, 1, 1f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-446-21
RISM ID:   450006509
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Seid untertan aller menschlichen Ordnung
    um des Herrn willen, es sei dem Könige
    als dem Obersten oder den Hauptleuten
    als den Gesandten von ihm zur Rache über
    die Übeltäter und zum Lobe der Frommen.
  2. Secco-Rezitativ
    Die Feinde gehen Jesum an,
    sie machten Ihn gern zum Rebellen.
    Doch ihr Verstellen
    und Alles ist umsonst getan.
    Der Herr entehrt Gott und den Kaiser nicht.
    Die Seinen sind gleichfalls rein in ihrer Pflicht,
    dass sie es treu mit Gott und ihren Obern meinen.
  3. Arie
    Der Glaube macht lenkbare Herzen,
    die Frommen sind gern untertan.
    Was Gottes Wille vorgeschrieben,
    das werden sie gehorsam üben.
    Sie sind in allem treu,
    sie tragen alles willig bei,
    was ein Regente fordern kann.
  4. Secco-Rezitativ
    Es wissen, ach! unlaut’re Herzen,
    Unschuldige oft ungescheut,
    bei Obern anzuschwärzen!
    Was ihre Bosheit denkt und sucht,
    das wird von Frommen ausgestreut,
    ob hassten sie Zoll, Zins und gute Zucht.
    So klagte man den Heiland an:
    Ein Richter ließ dem Feind den Streich gelingen.
    Weh! einem Land, wo man solch’ Klaglied singen,
    wo man die Obern täuschen kann.
  5. Arie
    Still und eingezogen leben,
    Gott und Obern redlich geben,
    dies ist Glaubigen gemein.
    Könnt’ ein Land allhier auf Erden
    nur mit Frommen ganz allein
    überall bevölkert werden,
    da wär’s gut, Regente sein.
  6. Secco-Rezitativ
    Hegt hohe Obrigkeit
    Recht, Schutz und Zucht in ihren Landen,
    so geht ein frommer Untertan
    in williger Zufriedenheit
    ihr auch mit Zoll und Zins zu Handen.
    Und,
    wenn er auch nichts geben kann,
    so wird er doch um deren Wohlergehen
    vor Gottes Thron mit Mund
    und Herzen flehen:
  7. Choralstrophe
    Gib unsern Fürst’n und aller Obrigkeit
    Fried’ und gut’ Regiment,
    dass wir unter Ihnen
    ein geruhig’ und stilles Leben führen mögen
    in aller Gottseligkeit
    und Ehrbarkeit.
    Amen.