Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1164/20

Du edles Kleinod jener Höhen



Originaltitel:
Du edles Kleinod jener / Höhen / a / 2 Violin / Viol. / Basso Solo / e / Continuo. / Dn. 23. p Tr. / 1720.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 23. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1720
Vokal: Bass
Solostimmen: 1
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.aria (B,str,bc) - d - 3
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,vl unis,bc) - G - C
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,str,bc) - D - 6/8 (largo)
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 6 Seiten;
B: 2 - vl 1, 2, vla, vlne, bc: 1, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-428-26
RISM ID:   450005949
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Arie
    Du edles Kleinod jener Höhen,
    mein Geist verlangt nach deinem Pracht.
    Die Wolllust, so auf Erden lacht,
    will meinem Sehnen widerstehen.
    Ach Jesu, zeuch mich doch hinan,
    dass ich das Ziel erreichen kann.
  2. Secco-Rezitativ
    Der Preis ist ausgestellt,
    doch diese Kostbarkeit
    kann nicht erstritten werden,
    wo man sich nicht der Sündenlust enthält.
    Zwar schmeichelt sich die Welt,
    in allen Lüsten dieser Erden
    in dieser Zeit
    den Preis gleich andern zu erreichen.
    Allein! O weit gefehlt.
    Wer sich die Wolllust hier zum Gott,
    zum Schatz erwählt,
    muss dort mit Spott
    hin zur Verdammnis weichen.
  3. Arie
    Weicht, vergallte Erden-Lüste,
    kehrt bei Christi Feinden ein!
    Sollt ich euer Sklave sein?
    Wenn ich nicht was bessers wüsste,
    nein, mein Geist
    sucht nur das, was himmlisch heißt.
    Alle Wolllust dieser Zeit
    ist ja doch nur Eitelkeit.
  4. Secco-Rezitativ
    Das Irdische ist meinem Geist zu schlecht,
    ein Besser´s ist mir droben
    im Himmel aufgehoben.
    Hier bin ich fremd, dort ist mein Bürgerrecht,
    in dieses nimmt mich Jesus an.
    Was nun mein Glaube hoffen kann,
    hat Seinesgleichen nicht:
    Mein König krönt mich selbst mit Ehren.
    Ja, seine Majestät wird mich in ihrem Licht
    gleich dessen Leib zum höchsten Glanz verklären.
  5. Arie
    Jesu, mein König, erfülle mein Hoffen,
    welches mir himmlische Klarheit verspricht.
    Säume dich nicht!
    Stille des Geistes gerechtes Verlangen,
    kommt doch, ihr seelige Zeiten, gegangen,
    da die so schöne Verklärung geschicht.