Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1157/47

Du hast deinem Volk



Originaltitel:
Du hast deinem Volck / ein Hartes / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Basso / e / Continuo. / Dn. 16. p. Tr. / 1747. / ad / 1736.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 16. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1747
Vokal: Sopran, Alt, Bass
Solostimmen: 2
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SAB,str,bc) - d - C
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,str,bc) - F - 3 (largo)
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,str,bc) - c - 3 (largo)
     6.rec (B,bc)
     7.choral (SAB,str,bc) - D - 3 (allegro)

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Jesus, meine Zuversicht (Seite 78)
Liedtext: Jesus, meine Zuversicht

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 10 Seiten;
S, A, B: 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-455-30
RISM ID:   450006948
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Du hast Deinem Volk ein Hartes erzeiget;
    Du hast aber doch ein Zeichen gegeben
    denen, die Dich fürchten, welches sie
    aufwürfen und sie sicher machte. Sela.
  2. Secco-Rezitativ
    Ein einzig Kind, den eingebornen Sohn,
    der Witwe aus den Armen reißen,
    soll das nicht etwas Hartes heißen?
    Doch Jesus hilft in solcher Not davon.
    Hört, wie Er nicht so liebreich spricht:
    Ach Witwe, weine nicht!
    Er steht mit Lebenstroste bei,
    Er stillt der Tränen Menge;
    hier ist Sanftmut, dort die Strenge,
    sagt, welche wohl am größten sei.
  3. Arie
    Gott wechselt mit den Seinen:
    Er lässt sie oftmals weinen,
    doch fehlt’s am Troste
    Auf strenge Kreuzesplage
    gewährt Er frohe Tage,
    auf Trauren scheint das Freudenlicht.
  4. Secco-Rezitativ
    Wie bitter ist das Kreuz, der Tod!
    Die Frommen müssen beides schmecken;
    die Schwachheit der Natur
    fühlt oft in solcher Not
    den allerstrengsten Schrecken.
    Doch können Gläubige die Spur
    von Gottes Gütigkeit
    oft mitten in dem Kreuz, ja gar im Tode sehen.
    Die Rettung ist gar bald geschehen
    und aller Jammer wird zerstreut.
    Kaum, dass sie hier auf Erden sterben,
    so muss der Geist bei Gott
    das rechte Leben erben.
  5. Arie
    Der Todeskampf ist freilich etwas Hartes,
    doch Jesus Trost versüßt die Bitterkeit.
    Sein Wort ist das Versich´rungszeichen,
    wer stirbt, soll dort ein Ziel erreichen,
    das unsern Geist in Ewigkeit erfreut.
  6. Secco-Rezitativ
    So rufe mich, wenn Dir’s gefällt,
    mein Jesus, aus der Welt,
    ich gebe mich in Deinen Willen.
    Und ist der Abschied hart,
    Du wirst durch Deine Gegenwart
    des Todes Schmerzen stillen.
    Ich weiß, Du wirst auch meinem Leib das Leben
    zu seiner Zeit mit Klarheit wieder geben.
  7. Choralstrophe
    Jesus, der mein Heiland, lebt;
    ich werd´ auch das Leben schauen,
    sein, wo mein Erlöser schwebt:
    Warum sollte mir denn grauen?
    Lässet auch ein Haupt sein Glied
    welches es nicht nach sich zieht?