Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1157/45

Wer weiss wie nahe mir mein Ende



Originaltitel:
Wer weiß wie nahe mir mein / Ende / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 12. p. Tr. / 1745. / ad / 1738.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 16. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1745
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 2
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.choral (SATB,str,bc) - c - C (largo)
     2.acc (S,str,bc)
     3.coro (SATB,str,bc) - B - C (largo)
     4.rec (B,bc)
     5.coro (SATB,str,bc) - F - 3 (largo)
     6.rec (S,bc)
     7.choral (1) DC

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Wer nur den lieben Gott läßt walten (Seite 140)
Liedtext: Wer weiß, wie nahe mir mein Ende

Melodie zum 1. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Wer nur den lieben Gott läßt walten (Seite 140)
Liedtext: Wer weiß, wie nahe mir mein Ende

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 11 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: in the coro-mov. lots of solo-sections -> rather "aria a 4" /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-453-27
RISM ID:   450006866
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Choral
    Wer weiß, wie nahe mir mein Ende!
    Hingeht die Zeit, es kommt der Tod.
    Ach, wie geschwinde und behände
    kann kommen meine Todesnot?
    Mein Gott, ich bitt’ durch Christi Blut,
    mach’s nur mit meinem Ende gut!
  2. Accompagnato-Rezitativ
    Ach! Mancher denkt nicht an den Tod,
    bis er vor dessen Pforte stehet,
    dadurch er denn voll Angst und Unmut gehet.
    Und ach, in welche Not
    gerät ein Solcher nicht!
    Ein Kind des Lichts, das denkt und spricht
    allzeit und gern von seinem Ende;
    es weiß, dies ist gewiss und ungewiss.
    Drum seufzt es stets und bittet dies:
    „Herr, ich befehle mich in Deine Vaterhände.“
  3. Tutti/Chor
    Gute Kräfte, junge Jahre
    geben wider Gruft und Bahre
    keinen Schutz noch Bürgen ab.
    Naïn sei auch noch so schöne,
    doch trägt man die jungen Söhne
    wie die Männer da ins Grab
  4. Rezitativ
    Was pochst du denn, o Mensch, du Staub,
    auf deine Kraft, da deine Wangen blühen?
    Meinst du, des Todes Raub
    in solchem Stande zu entfliehen?
    Und soll sein Pfeil dich nicht verwunden,
    weil er dir noch sehr ferne deucht?
    Ach, weit gefehlt! Er schleicht,
    ach, meist zu unverhofften Stunden
    zu unsern Fenstern ein.
    Drum halte dich, o Mensch, auf diesen Gast
    im Glaubensmut gefasst,
    so kann er, wenn er kommt, dir doch nicht schädlich sein.
  5. Chor
    Täglich an sein Ende denken,
    macht die letzte Stunde leicht.
    Wer dem Tod entgegen sieht
    und im Glauben sich bemüht,
    jenes Leben zu erringen,
    dem wird’s wenig Schrecken bringen,
    wenn er hier sein Ziel erreicht.
  6. Rezitativ
    Der Tod mag stürmen oder schleichen,
    so steht ein Frommer unverzagt.
    Er weiß, er wird im Tod erreichen,
    was ihm sein Heiland zugesagt.
    Ach ja, wer hier sein Haus im Glauben wohl bestellt,
    der geht getrost aus dieser argen Welt.
  7. Choral
    Lass mich beizeit mein Haus bestellen,
    dass ich bereit sei für und für
    und sage frisch in allen Fällen:
    „Herr, wie Du willst, so schick’s mit mir.“
    Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut,
    mach’s nur mit meinem Ende gut.