Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1157/25

Ach Sterbliche bedenkt das Ende



Originaltitel:
Ach, sterbliche! bedenckt das Ende / a / 2 Hautb. / 2 Flaut. Trav. / Viol. d'Amour / 2 Violin / Viol / 2 Cant. / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 16. p. Tr. / 1725.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 16. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1725
Vokal: Sopran (2), Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: fl (2), ob (2), vla am, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SSATB,ob(2),str,bc) - B - 3/2
     2.aria+coro (B,SSATB,fl(2),ob(2),str,bc) - B - 3
     3.rec (S,bc)
     4.aria (S,ob,vla am,str,bc) - F - 3
     5.rec (T,bc)
     6.choral (SATB,ob(2),str,bc) - B - 6/8

Melodie zum 6. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Es ist gewißlich an der Zeit (Seite 40)
Liedtext: Komm Sterblicher, betrachte mich

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 17 Seiten;
S 1, 2, A, T (2x), B: 2, 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1, 2, vla, vla d'amore, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2 - fl 1, 2, ob 1, 2: 1, 1, 1, 1f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-433-26
RISM ID:   450006106
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Chor
    Ach Sterbliche, bedenkt das Ende:
    Der Tod ist euch gewiss,
    doch weiß kein Mensch, wenn sich sein Lauf vollende.
    Ach! Merket dies:
    Der Tod klopft allenthalben an,
    kein Alter ist, das ihn vermeiden kann.
  2. Chor
    Unser Leben
    ist mit Not und Tod umgeben,
    armer Staub, was trotzest du?
    Wahre Freude, wahre Ruh
    kann dem Geist doch hier auf Erden
    nimmer werden.
    Ach, drum lass die Eitelkeit,
    denn der Tod kommt wohl noch heut.
  3. Rezitativ
    Des Todes Anfall trifft die Meisten unversehens an.
    Das macht ein toller Wahn,
    will ihnen stets mit langem Leben schmeicheln.
    Und solches Gift verleitet Herz und Sinn
    zur Sicherheit, zu frechen Sünden hin.
    O Unverstand,
    wie magst du dir, o Mensch, so heucheln?
    Bedenke doch, du arme Erd’,
    bald wird ein Kind, bald wird ein Greis begraben.
    Dein Leben steht in Gottes Hand,
    wenn er nur will, so wird’s ein Ende haben.
    Erwäge dies, es ist Erwägens wert.
  4. Arie
    Mein Leben steht in Gottes Händen,
    wann, wie und wo ich es soll enden,
    sei seiner Macht anheim gestellt.
    Auf Tränenbrot
    wird mir mein Jesus Trost gewähren,
    und nach dem Tod
    stört weder Angst noch Leid noch Zähren
    die Lust, die Er mir vorbehält.
  5. Rezitativ
    Es würde uns die Todesnacht
    nicht schrecklich sein,
    so wir sie stets und fruchtbarlich bedächten.
    Ist unser Leben wohl verbracht,
    so geh’n wir ja mit treuen Knechten
    zu Gottes Freude ein.
    Wer nur hier stirbt, bevor er stirbt,
    der wird im Tode herrlich leben.
    Wenn diese Welt und ihre Lust verdirbt,
    so wird uns Gott Ruh’, Trost und Wonne geben.
  6. Choral
    Bereite dich, stirb ab der Welt,
    denk auf die letzten Stunden;
    wenn man den Tod verächtlich hält,
    wird er sehr oft gefunden.
    Es ist die Reihe heut’ an mir,
    wer weiß, vielleicht gilt’s morgen dir,
    ja, wohl noch diesen Abend?