Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1157/24

Gott eilet mit den Seinen



Originaltitel:
Gott eilet mit den Seinen / a / Hautb. d'Amour / 2 Violin / Viol / Canto / Alto / Tenore / Bass / e / Continuo. / Dn. 16. p. Tr. / 1724.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 16. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1724
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: ob am, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.choral (SATB,str,bc) - G - C
     2.rec+coro (B+SATB,str,bc) (/+allegro)
     3.aria (B,str,bc) - e - C (vivace)
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,ob am,str,bc) - D - 6/8
     6.rec+coro (T,SATB,str,bc) (/+allegro)
     7.choral (1) DC

Melodie zum 1. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Nun ruhen alle Wälder (Seite 106)
Liedtext: Gott Lob, die Stund ist kommen

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Nun ruhen alle Wälder (Seite 106)
Liedtext: Gott Lob, die Stund ist kommen

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 12 Seiten;
S 1, 2, A, T (2x), B: 1, 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1, 2, vla, vlne, bc: 1, 1, 1, 1, 2 - ob d'amore: 1f.
Kommentar: mov2 & 6 ending with a "choral" ritornello /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-432-29
RISM ID:   450006075
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Choral
    Gott eilet mit den Seinen,
    lässt sie nicht lange weinen
    in diesem Tränental.
    Ein schnell und selig Sterben
    ist schnell und glücklich Erben
    des schönen Himmels Ehrensaal.
  2. Rezitativ / Chor
    Wer zeitlich stirbt,
    wird bald viel tausend Not entrissen.
    Und Fromme wissen,
    dass in dem Tod ihr Hoffen nicht verdirbt,
    das ihres Glaubens Licht
    in Jesus Macht und Leben dort erblickt.
    Sie sterben,
    ein besser Leben zu ererben.
  3. Arie
    Jesus zählet meine Tage,
    endet er des Lebens Plage.
    Was er tut, ist wohl getan.
    Alle Not
    weicht im Tod
    und ich weiß: ein besser Leben
    wird mir Jesus Allmacht geben,
    das kein Tod ertöten kann.
  4. Rezitativ
    Das eitle Naïn dieser Welt,
    so schön es in die Augen fällt,
    ist gleichwohl voll von Unglücks Fluten.
    Sein Lust-Gefild’
    hegt scharfe Kreuzes-Ruten,
    wobei ein Tränen-Mara quillt.
    Doch Davids Reis,
    mein Jesus, kann das Bittre leicht versüßen,
    Er hat die Tränen bald gestillt.
    Durch Ihn muss auch der Todesschweiß
    zu meinem Trost, zu meiner Freude fließen.
  5. Arie
    Weine nicht, bedrängtes Herze,
    Jesus Hand
    ändert leicht den Trauer Stand.
    Aus des Todes schweren Ketten
    kann dich seine Allmacht retten,
    dass fortan
    dich kein Jammer kränken kann.
  6. Rezitativ / Chor
    Gott lässt uns nicht
    in unsren Ängsten gar verzagen.
    Es leuchtet uns sein Rettungslicht,
    wenn wir allhie
    die Prüfungsbürde g’nug getragen.
    Und auf die Leidensmüh’
    muss uns erwünschte Ruhe laben.
    Der Tod muss hierzu dienlich sein.
    Wenn wir denn g’nug geschlafen haben,
    so führt er uns in seine Freude ein.
  7. Choral
    Gott zählet alle Stunden,
    er schlägt und heilet Wunden,
    er kennet jedermann.
    Nichts ist jemals geschehen,
    das er nicht vorgesehen:
    all’s, was er tut, ist wohl getan.