Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1155/13

Undankbarvolle Welt



Originaltitel:
Undanckbar volle Welt / a 9. / 2 Violin / Viol. / 3 Cant. / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 14 p. Tr. / 1713.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 14. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1713
Vokal: SSSTB
Solostimmen: 1
Instrumente: ob (2), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SSSTB,str,bc) - g - C
     2.aria (S,vl unis,bc) - B - 3/2
     3.rec (S,bc)
     4.aria+coro (S,SSSTB,ob(2),str,bc) - g - C+3
Dichter: G.C. Lehms
Partitur: 12 Seiten;
S 1, 2, 3, A, T, B: 2, 2, 1, 1, 1, 1 - vl 1, 2, vla, vlc, vlne, bc: 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: A-part later version, =T / mov1,2,4: probably with ob /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-421-20
RISM ID:   450005813
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Chor
    Undankbar volle Welt,
    was denkst du? Wo gedenkst du hin?
    Soll Jesus, welcher dir dein Glück und Wohl erhält
    mit leerer Frucht bezahlet werden?
    Und ist denn dies auf Erden
    der köstlichste Gewinn:
    ein undankbarer Geist zu sein?
    Gott reißt dich aus der Sünden-Pein
    und aus den Laster-Stricken,
    doch deine Bosheit lässt nicht zu,
    Ihm vor sein Gnädigsein ein Dank-Wort zuzuschicken.
  2. Arie
    Undank ist ein solcher Gift,
    welcher den am meisten trifft,
    der ihn in dem Herzen heget.
    Darum meide diese Brut,
    welche großen Schaden tut
    und dir Gottes Zorn erreget.
  3. Secco-Rezitativ
    Wiewohl man gibt nicht mehr
    dem höchsten Gott Gehör,
    einjeder lebt nach seinen Lüsten,
    folgt seinem Fleische nach
    und zählet sich doch unter wahre Christen.
    Allein, wer Gottes Wort verlacht
    und dem nicht Dank und Opfer giebet,
    der uns’re Not zunichte macht,
    ist auch nicht wert, dass Gott sein Werk an ihm verübet.
  4. Arie / Chor
    Und also dank’ ich Gott vor seine Treu’,
    vor seine Huld, vor alle Liebeszeichen.
    Mein Leben soll nicht eh’ von hinnen weichen,
    bis ich ja recht vollkommen dankbar sei.
    Ach! Nimm das Herz statt der Vergeltung an,
    weil ich, o Gott! nichts Besser’s liefern kann.