Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1152/20

Gottlob mein Glaube stehet feste



Originaltitel:
Gottlob mein Glaube stehet veste / a / Violin unison / Basso Solo / e / Continuo. / Dn. 11 p. Tr. 1720.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 11. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1720
Vokal: Bass
Solostimmen: 1
Instrumente: , vl unis, bc
Satzbeschreibung:
     1.aria (B,vl unis,bc) - F - 12/8
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,vl unis,bc) - C - C
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,vl unis,bc) - F - 2(/2)
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 5 Seiten;
B: 2 - vl (2x), vlne, bc: 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-428-22
RISM ID:   450005945
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    
Eingespielt auf CD, LP, usw.:



 Ich möchte einen Fehler oder eine Verbesserung zu
    dieser Kantate melden:  
 


    Text der Kantate:
  1. Arie
    Gottlob, mein Glaube stehet feste,
    auf Stein und nicht auf Sand gebaut.
    Kein Zweifel soll ihn wankend machen,
    ob Sturm und Wetter schrecklich krachen.
    Der Grund besteht, auf den er traut.
  2. Secco-Rezitativ
    Ich weiß gar wohl, an wen ich glaube.
    Trotz , dass mir Satanas
    den teuren Vorteil raube.
    Kein Irrlicht der Vernunft
    noch Tod noch Welt noch alle Höllenzunft
    soll meinen Hoffnungsgrund erschüttern,
    ob sie schon ohne Unterlass
    sich wider mich empören und erbittern.
    Selbst Jesus ist’s, der mir den Schutz verspricht.
    Er lebt und stirbet nicht,
    sein Licht geht mir nicht unter.
    So bleibt mein Glaube stets getrost, gewiss und munter.
  3. Arie
    Ist meine Sonne hingegangen,
    so steht ihr Glanz nur desto schöner da.
    Getrost, mein Geist! Nach diesen Zeiten
    vergrößern sich die Seligkeiten;
    das Vorbild Jesus weist es ja.
  4. Secco-Rezitativ
    Was Jesus tut und was ihm wiederfährt,
    das macht mein Glaube mir zu eigen.
    Sein herber Tod
    tilgt meine Sünden Not,
    so muss der Satan schweigen.
    Und weil er in das Leben kehrt,
    so kann ich gleichen Vorteil hoffen.
    Kein Ungemach
    soll mich des schönen Glücks berauben,
    denn meinem Glauben,
    wär er gleich noch so schwach,
    steht Gottes Trost, ja selbst der Himmel offen.
  5. Arie
    Lass, mein Geist, die freche Rotten
    deine Hoffnung nur verspotten,
    traue du des höchsten Wort.
    Droben in des Himmels Port
    wirst du allen Trost genießen,
    den der Glaube dir gewiesen,
    wenn des Höllenkerkers Nacht
    deine Spötter traurig macht.