Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1148/51

Selig sind die Seelen



Originaltitel:
Seelig, seelig sind die / Seelen / a / 2 Violin / Viola / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. 7. p. Tr. / 1751. / ad / 1732.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 7. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1751
Vokal: ATB
Solostimmen: 2
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (ATB,str,bc) - d - C (allabreve moderato)
     2.rec (B,bc)
     3.coro (1) DC
     4.rec (T,bc)
     5.coro (ATB,str,bc) - G - 3 (andante)
     6.rec (B,bc)
     7.choral (ATB,str,bc) - d - C (moderato)

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Nicht so traurig, nicht so sehr (Seite 102)
Liedtext: Nicht so traurig, nicht so sehr

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 11 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 2 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Kommentar: Die Baßstimme enthält die Übertragung eines Tenor-Rezitativ



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-459-15
RISM ID:   450007068
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Terzett / Rezitativ / Terzett
    Selig, selig sind die Seelen,
    die den Herrn zum Führer wählen,
    Not und Mangel quält sie nicht.
    Sind sie matt,
    Jesus macht sie durch Sein Kraft-Wort
    stark und satt,
    kommen sie in Wüsteneien
    Er besorgt sie, eh sie schreien,
    und das Beste gibt Er dort.
    Es jammert Jesus Liebe,
    wenn Er die Seinen schmachten sieht,
    und lässt sich’s an,
    als ob Er allzu lang den Rettungstrost verschiebe,
    so ist Er nur do mehr bemüht,
    Sein Volk aus aller Not zu retten.
    Und ehe jemand denken kann,
    so lässt Er reichen Segen sehen.
    Ach, wenn die Menschen Glauben hätten,
    wie vieles würde nicht zu ihrem Trost gescheh’n.
    Selig, selig sind die Seelen,
    die den Herrn zum Führer wählen,
    Not und Mangel quält sie nicht.
    Sind sie matt,
    Jesus macht sie durch Sein Kraft-Wort
    stark und satt,
    kommen sie in Wüsteneien
    Er besorgt sie, eh sie schreien,
    und das Beste gibt Er dort.
  2. Rezitativ
    Doch seht des guten Hirten Weise,
    Er gibt erst Seelen Speise.
    Wer dieses Lebens Brot
    in reinem Hunger eingenommen,
    der wird zur Leibesnot
    das Nötige zu seiner Zeit bekommen.
    Wohl dem, der sich in diese Ordnung schickt,
    der darf bei keinem Mangel zagen,
    er wird gewiss zum Preise Gottes sagen:
    „Ich litte Not, doch nun bin ich erquickt.“
  3. Terzett
    Zage nicht bei deinem Schmachten,
    Jesus Trachten sind dir schon zurecht gestellt.
    Setze dich zu Seinen Füßen,
    wenn Er offne Tafel hält.
    Alle Not wird weichen müssen,
    die den armen Leib befällt.
  4. Rezitativ
    Ein satter Leib sorgt selten vor die Seele,
    drum spart des Höchsten Hand
    des Leibes Nahrung oft zurücke,
    damit es bei vergnügtem Stand
    dem armen Geist nicht fehle.
    Die Leibesnot reizt unsre Glaubensblicke
    nach Jesus Hand zu seh’n.
    Wird dieses rein gescheh’n,
    dann wird sich alles herrlich fügen;
    der Herr wird mehr, als wir gewünscht, vergnügen.
  5. Choral
    Ei, so richte dich empor,
    du betrübtes Angesicht.
    Lass das Seufzen, nimm hervor
    deines Glaubens Freudenlicht.
    Das behalt’, wenn dich die Nacht
    deines Kummers traurig macht.