Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1148/46

Ihr Gläubigen entäussert euch der Sorgen



Originaltitel:
Ihr Gläubige, entäußert / euch der Sorgen / a / 2 Violin / Viola / Tenore S. / e / Continuo. / Dn. 7. p. Tr. / 1746 / ad / 1737.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 7. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1746
Vokal: Tenor
Solostimmen: 1
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.acc (T,str,bc)
     2.aria (T,str,bc) - D - 3 (allegro)
     3.rec (T,bc)
     4.aria (T,vl unis,vla,bc) - A - 3
     5.rec (T,bc)
     6.choral (T,str,bc) - D - C (allegro)

Melodie zum 6. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Mein Herzens-Jesu, meine Lust (Seite 98)
Liedtext: Mein Herzens-Jesu, meine Lust

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 8 Seiten;
T, vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-454-26
RISM ID:   450006903
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Accompagnato-Rezitativ
    Ihr Glaubige, entäußert euch der Sorgen.
    Der Heiland sorgt vor euer Brot
    und keine Not
    ist Seinen Augen hier verborgen.
    Wer Ihm nur folgt, kann ohne Sorgen sein.
    Er sorgt, eh’ noch die Not entsteht,
    und wenn Er in die Wüste geht,
    so kommt von Seiner Hand auch da viel Segen ein.
  2. Arie
    Jesus Selbst ist Brot und Speise,
    wer Ihm folgt, der ist ernährt.
    Er kann allen Hunger stillen
    und die Nahrungskammer füllen.
    Ja, Sein Lebens-Manna speist
    auch den Geist,
    und es wird nie aufgezehrt.
  3. Secco-Rezitativ
    Ein jeder Bissen Brot
    preist mir, o Jesu, Deine Güte,
    und mein Gemüte
    wird gegen Dich, Herr Zebaoth,
    allzeit mit Dank und Andacht angefüllt,
    so oft es meinen Hunger stillt.
    Er ist die beste Niedlichkeit,
    die unsern Leib durch Deinen Segen nährt.
    Glaubt es ein Lüstling nicht,
    was ist’s!
    Vielleicht ist er des Brot’s nicht wert.
    Ach Gott, gib mir Zufriedenheit,
    wenn Deine Hand mein Brot
    zu meiner Nahrung bricht.
  4. Arie
    Zufriedenheit in Nahrungswegen
    macht Leib und Geist im Segen satt.
    Wer sich vergnügt im Trank und Essen,
    wie Gott ihm solche zugemessen,
    der wird nicht leichtlich krank und matt.
  5. Secco-Rezitativ
    Ach Gott, ich bin vergnügt,
    wenn ich notdürftig Brot zur Gabe
    von Deinen Segenshänden habe.
    Doch liegt
    mein Glaube noch vor Deiner Tür.
    Er spricht: „Gib mir
    doch auch das Brot,
    das Du, o Jesu, Selber bist.“
    Ich weiß, wer dieses isst,
    dem wird nicht hier
    noch dort ein Kummer nagen.
    Ach, reicher Gott,
    Du wirst mir’s nicht versagen.
  6. Choralstrophe
    Du bist mein süßes Himmelsbrot,
    des Vaters höchste Gabe,
    damit ich mich in Hungersnot
    als einer Stärkung labe.
    O Brot, das Kraft und Leben gibt.
    gib, dass ich, was der Welt beliebt,
    niemals zur Nahrung habe.