Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1142/11

Ach Gott wie manches Herzeleid



Originaltitel:
Ach Gott wie manches Hertzeleydt / Cantata / a / Voce Sola / 2 Violin. / Viola / 2 Hautbois. / e / Continuo. / Dn. 1 p. Trin. / 1711.
Abschnitt im Kirchenjahr: Trinitatis
Sonntag im Kirchenjahr: 1. Sonntag nach Trinitatis
Entstehungszeit: 1711
Vokal: Sopran
Solostimmen: 1
Instrumente: ob (2), fg, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.choral (S,ob(2),fg,str,bc) - D - C
     2.acc (S,str,bc)
     3.aria (S,ob(2),fg,str,bc) - g - C
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,vl(2),fg,bc) - A - 3
     6.rec (S,bc)
     7.aria (S,ob(2),fg,str,bc) - D - 3
Dichter: G.C. Lehms
Partitur: 9 Seiten;
S: 4 - vl 1, 2, vla, vlne, bc: 1, 1, 1, 2, 2 - ob 1, 2, basson: 1, 1, 2f.
Kommentar: fg with bc /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-419-06
RISM ID:   450005745
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    
Eingespielt auf CD, LP, usw.:



 Ich möchte einen Fehler oder eine Verbesserung zu
    dieser Kantate melden:  
 


    Text der Kantate:
  1. Choral
    Ach Gott, wie manches Herzeleid
    begegnet mir zu dieser Zeit.
    Der schmale Weg ist trübsalvoll,
    den ich zum Himmel wandern soll.
  2. Accompagnato-Rezitativ
    Ihr Sterblichen, dies ist des Höchsten Lehre:
    Wer nach dem Himmel geht,
    muss erst den Dornenweg besteigen
    und sich vor Angst und Kummer beugen,
    denn Gottes Salem steht
    wie Rosen in dem Dornenstrauch umschlossen.
    Wie mancher Tränenbach ist erst geflossen,
    eh’ Lazarus das Milch- und Honigland
    in jenem Kanaan beständig fand.
  3. Arie
    Die Welt ist ein verwirrtes Jammer-Haus,
    da bald ein Sturm entsteht, bald Sonnen scheinen.
    Der Mensch, der Erdenkloß, ist übel dran,
    denn lacht ihn heute gleich der Himmel an,
    so muss er morgen doch erbärmlich weinen.
  4. Secco-Rezitativ
    Was ist demnach zu tun,
    wenn uns Gott Kreuz und Trübsal schicket?
    Die Seele muss nur ruh´n,
    weil er zwar drückt, doch niemals unterdrücket.
  5. Arie
    Im Kreuz an Gott gedenken
    kann Seelenfrieden, Frieden schenken,
    denn was er tut, ist wohl getan.
    Bei harten Donnerschlägen
    wird sich doch Liebe regen,
    drum nimm den Trost zur Nachricht an.
  6. Secco-Rezitativ
    So mach’, o Jesu, was du wilt,
    ich will es wohl und köstlich heißen.
    Wirst du mich von der Erde reißen,
    wird Gruft und Grab nur noch
    mit einer Handvoll Erd’ erfüllt,
    so lass’ ich dich beständig walten,
    denn auch im Sarge kann ich dich, mein Jesu, halten.
  7. Arie
    Wenn Himmel, Welt und Erde brechen,
    so brich mir, Jesu, nur das Herz.
    Brich mir das Herz mit Reu’ und Glauben,
    so kann mir Sünde, Höll’ und Tod
    das Licht der Himmelsburg nicht rauben.
    Doch end’ auch diese Jammernot
    nur ohne Qual und ohne Schmerz.