Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1140/25

Jesu frommer Menschenherden



Originaltitel:
Jesu, frommer Menschen Heerden / a / 2 Corn. di Selv. / 2 Violin / Viol / Viol. d'Amour / Flaut. Trav. / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Fer. 3. Pentec. / 1725.
Abschnitt im Kirchenjahr: Pfingsten
Sonntag im Kirchenjahr: 3. Pfingsttag
Entstehungszeit: 1725
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: fl, hn (2), vla am, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.choral (SATB,hn(2),str,bc) - D - 3
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,vla am,str,bc) - B - C
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,fl,str,bc) - G - 3
     6.rec (T,bc)
     7.choral (1) DC

Melodie zum 1. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Alle Menschen müssen sterben (Seite 8)
Liedtext: Jesu, frommer Menschenherden

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Alle Menschen müssen sterben (Seite 8)
Liedtext: Jesu, frommer Menschenherden

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 11 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1, 2, va, vla d'amore and fl, bc: 1, 1, 1, 1, 2 - cor 1, 2: 1, 1f.
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-433-16
RISM ID:   450006096
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Choral
    Jesu, frommer Menschenherden
    guter und getreuer Hirt,
    lass mich auch Dein Schäflein werden,
    das Dein Stab und Stimme führt.
    Ach, Du hast aus Lieb’ Dein Leben
    vor die Schafe hingegeben
    und Du gabst es auch vor mich;
    lass mich wieder lieben Dich.
  2. Rezitativ
    Ach Gott, die Mörderschar
    will Deiner Herde schrecklich dräuen.
    Dein Häuflein stehet in Gefahr,
    der Wolf will es zerstreuen.
    Ach guter Hirt,
    nimm Dich doch selbst der Herde an.
    Der Satan wird,
    wo Du Herr wachest, nichts gewinnen.
    Ach ja, sein Anschlag muss zerrinnen,
    es ist kein Feind, der Dir wen rauben kann.
  3. Arie
    Geht nur fort, ihr Höllenscharen,
    Jesus wacht, Jesus wacht.
    Seine Hand nimmt mich in Acht.
    Seiner Auen reine Weide
    schenkt mir tausend Süßigkeit.
    Allen Segen, alle Freude
    koste ich in Sicherheit.
  4. Rezitativ
    Gott sorgt sehr treu vor seine Herde,
    Er schützet und beschirmet sie
    und gibt sich alle Müh’,
    dass ja nicht Eins verloren werde.
    Er trägt und heilt die Schwachen,
    das Irrende versäumt er nicht.
    Will sich der Satan an sie machen:
    Er ist’s, der seine Klauen bricht.
    Er überschüttet sie mit Gaben
    und lässt sie Leben, Heil und volle G’nüge haben.
  5. Arie
    O wie selig ist mein Stand.
    Jesus träget mich im Herzen;
    meine Sünden, meine Schmerzen
    heilet seine Wunderhand.
    Mich soll weder Feind noch Leiden
    hier von seiner Herde scheiden.
    Auf den Streit,
    nach der Zeit,
    führt er mich ins Himmelsland.
  6. Rezitativ
    Wer wollte sich Dir, Jesu, nicht vertrauen!
    Du liebst die Deinen allzu treu.
    Ach ja, ich bleibe stets an Dir;
    auf Deinen Auen stellst Du mir
    Himmels Schätze für.
    Hilf mir, dass ich wie Du treu
    und gehorsam sei.
  7. Choral
    Höre, Jesu, und erhöre,
    wenn ich ruf’, anklopf’ und schrei.
    Jesu, Dich von mir nicht kehre,
    steh mir bald in Gnaden bei.
    Ja Du hörst: in Deinem Namen
    ist ja alles Ja und Amen.
    Nun ich glaub’ und fühle schon
    Deinen Trost, o Gottes Sohn.