Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1139/53

Gross sind die Werke des Herrn



Originaltitel:
Groß sind die Wercke / des Herrn, wer / a / 2 Clarin / Tymp. G. A. H. c. d. / 2 Corn / 2 Flaut. Tr. / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Fer. 2. Pentec. / 1753 / ad / 1731.
Abschnitt im Kirchenjahr: Pfingsten
Sonntag im Kirchenjahr: 2. Pfingsttag
Entstehungszeit: 1753
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: fl (2), hn (2), clar (2), timp (5), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,clar(2),timp(5),str,bc) - D - 3 (allegro)
     2.rec (S,bc)
     3.aria (S,hn(2),str,bc) - G - C (allegro)
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,fl(2),hn(2),timp(5),str,bc) - C - C(4/2) (tempo d'allabreve moderato)
     6.rec (T,bc)
     7.choral (SATB,clar(2),timp(5),str,bc) - D - C (moderato)

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Durch bloßes Gedächtnis dein, Jesu, genießen (Seite 30)
Liedtext: Durch bloßes Gedächtnis dein, Jesu, genießen

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 18 Seiten;
S, A, T, B: 2, 1, 1, 2 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 2, 2, 2, 2 - fl 1, 2, cor 1, 2, clno 1, 2: 1, 1, 2, 2, 1, 1 - timp: 1f.
Kommentar: mov5: organo & violone different parts /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-461-15
RISM ID:   450007098
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Groß sind die Werke des Herrn,
    wer ihrer achtet, der hat eitel Lust daran.
    Er hat ein Gedächtnis gestiftet Seiner Wunder,
    der gnädige und barmherzige Herr.
  2. Rezitativ
    Jawohl sind Gottes Werke groß,
    kein Wunder gleichet Seinen Taten.
    Der ein’ge Sohn aus Gottes Schoß
    muss vor die Sünder sterben.
    O Reichtum unermessner Gnaden!
    Der Herr entreißt die Welt
    von ewigem Verderben.
    Die Unschuld büßt, was jene missgetan.
    O teures Lösegeld,
    ihr Menschen, seht dies Werk, seht doch dies Wunder an.
  3. Arie
    Wie angenehm sind Gottes Werke,
    mein Herz hat eitel Lust daran.
    Doch Fleisches Wahn
    wird hier den Abgrund nie ersehen,
    woraus so manches Wunder quillt.
    Mit Glaubensaugen mag’s geschehen,
    wer’s sieht, wird bald mit Lust erfüllt.
  4. Rezitativ
    Ich sehe - was? - ein Vaterherz,
    das recht im Ernst und ohne Scherz
    auch ungerat’ne Kinder liebet.
    Ein Herz von seltner Brunst,
    das an Beleidigern
    nichts als Erbarmen übet.
    Den allergrößten Herrn
    von unerhörter Gunst,
    der Seinen Sohn
    gar in den Tod vor böse Knechte gibet.
    Ich sehe - was? - des strengsten Richters Thron,
    der doch Rebellen nicht verdammt,
    Er ist zu ihrem Heil von Liebe angeflammt.
    Sag an, gefallnes Menschenkind,
    ob Vater, Richter, Herr nicht recht ein Wunder sind.
  5. Arie
    Tiefer Abgrund seltner Liebe,
    lass den Segen Deiner Triebe
    auch mein armes Herz erfreu’n.
    Kann ich nur aus Deinen Strömen
    einen Tropfen freudig nehmen,
    ach! so werd’ ich selig sein.
  6. Rezitativ
    Mein Gott, Dein Wesen ist die Liebe;
    ich weiß, Du wünschest nur mein Heil,
    und eh’ ich etwas Gutes übe,
    so ordnest Du schon dort für mich ein schönes Teil.
    Ich kann hieran nur mit Verwund’rung denken.
    Ich kann Dir nichts dafür als Gegenliebe schenken.
  7. Choral
    Weil Er uns geliebet, so lasst uns Ihn lieben,
    so wird ja die Liebe durch Liebe getrieben.
    Kommt, lasst uns doch Seinem Gesuche nachlaufen
    und was Er gewünschet, das wünschet mit Haufen.