Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1139/38

Wer die Wahrheit tut



Originaltitel:
Wer die Warheit thut, der kommt / an das Licht / a 1. Flauto / 1. Fagotto / 2 Violin / Viola / Viola d'Amore / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Fer. 2. Pentec. / 1738.
Abschnitt im Kirchenjahr: Pfingsten
Sonntag im Kirchenjahr: 2. Pfingsttag
Entstehungszeit: 1738
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 2
Instrumente: (fl), fg, vla am, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,str,bc) - g - C
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,str,bc) - Es - 3
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,vla am,str,bc) - D - 3
     6.rec (B,bc)
     7.choral (SATB,fg,vla am,str,bc) - g - C
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 16 Seiten;
S, A (2x), T, B (2x): 1, 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vla d'amore, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2 - fl, fag: 1, 1f.
Kommentar: version for fl instead of vla am in mov7 -> later version? /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-446-13
RISM ID:   450006501
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    
Eingespielt auf CD, LP, usw.:



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    Text der Kantate:
  1. Dictum / Chor
    Wer die Wahrheit tut, der kommt an das Licht,
    dass seine Werke offenbar werden;
    denn sie sind in Gott getan.
  2. Accompagnato-Rezitativ
    Die Liebe zu dem Licht
    ist zwar ein tief verborg´ner Trieb der Seelen,
    ein Schmuck, den Gott allein ersicht.
    Doch wo er in den Herzen glüht,
    wird es niemals nicht
    an gutem Wirken fehlen.
    O nein!
    Nimmt solcher Trieb den Menschen ein,
    so wird er sich in allem Guten üben.
    Das heißt: Das Licht und Wahrheit ernstlich lieben.
  3. Arie
    Wer Arges tut, hasst Licht und Leben,
    und ach! die Welt liebt solchen Gräu´l.
    Hör auf, die Finsternis zu lieben!
    Verstockte! Du wirst Gott betrüben,
    Er liebt dich ja und sucht dein Heil.
  4. Secco-Rezitativ
    Die Welt will zwar
    die Schande nicht gestehen
    ob sollte sie das Licht verschmähen;
    jedoch ihr Wandel macht es klar.
    Was Jesus will, das tut sie nicht:
    So liebt sie ja recht toll und blind
    die Finsternis mehr als das Licht.
    Ein Gläubiger ist nicht also gesinnt.
    Er folgt dem Licht, das ihn zur Wahrheit leitet,
    er liebt den Herrn, der ihn so herzlich liebt,
    und ob die Welt sein Tun beneidet,
    so ist er darum nicht betrübt.
  5. Arie
    Ach großes Licht, du Sohn der Liebe!
    Mein Glaube nimmt dich freudig an.
    Verachten dich verstockte Seelen,
    so will ich nichts als dich erwählen.
    Du sollst allein
    mein Alles sein
    weil ich nichts Besser´s haben kann.
  6. Secco-Rezitativ
    Mein Jesu, ich will nichts
    in dieser Zeit von eitlen Sachen haben.
    Lass mich nur deinen Trost des Lichts
    im Leben und im Sterben laben.
    Du weißt, ich liebe dich,
    es soll mich nichts von deiner Liebe trennen.
    Ich weiß auch wohl, du liebest mich
    und wirst mich dort als deinen Freund erkennen.
  7. Choral
    Mein Trost, mein Schatz, mein Licht und Heil,
    mein höchstes Gut und Leben!
    Ach nimm mich auf zu deinem Teil.
    Dir hab´ ich mich ergeben,
    denn außer dir ist lauter Pein.
    Ich find hie überalle
    nichts denn Galle,
    nichts kann mir tröstlich sein,
    nichts ist, das mir gefalle.