Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1139/20

Frohlocke ganzes Rund der Erden



Originaltitel:
Frolocke gantzes Rund der Erden / a / 2 Violin / Viol / Basso Solo / e / Continuo / Fer. 2. Pentec. / 1720.
Abschnitt im Kirchenjahr: Pfingsten
Sonntag im Kirchenjahr: 2. Pfingsttag
Entstehungszeit: 1720
Vokal: Bass
Solostimmen: 1
Instrumente: fg (2), violetta (2), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.aria (B,str,bc) - D - C
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,fg(2)/violetta(2),bc) - D - C
     4.rec (B,bc)
     5.aria (3) DC
     6.rec (B,bc)
     7.aria (B,vl unis,vla,bc) - D - C
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 8 Seiten;
B: 2 - vl 1, 2, vla, vlne, bc: 1, 1, 1, 1, 2 - bassono 1, 2: 1, 1f.
Kommentar: mov3: violetta in vl parts, fg colla parte ott. bassa /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-428-15
RISM ID:   450005938
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    
Eingespielt auf CD, LP, usw.:



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    Text der Kantate:
  1. Arioso
    Frohlocke, ganzes Rund der Erden,
    das Licht des Geistes bricht hervor.
    Ach Sünder, richte dich empor,
    du kannst in solchem selig werden.
  2. Secco-Rezitativ
    Was reizet dich,
    du teure Quelle alles Lichts,
    auf mich,
    mich Sündenwurm, ein Nichts,
    so reichen Gnadenglanz zu strömen?
    Ach! Nur der Trieb von deinem Liebesguss
    gibt mir im Überfluss
    an deiner Klarheit Teil,
    und lässt mich lauter Heil
    aus Gottes reichen Schätzen nehmen.
  3. Arie / Secco-Rezitativ / Arie
    Lacht mich an, ihr schönen Kerzen,
    sammlet euch in meinem Herzen,
    bis des Glaubens Licht entsteht.
    Und wie herrlich werd’ ich sein,
    trifft es ein,
    dass aus dessen reinen Flammen
    edle Geistesfrüchte stammen,
    deren Klarheit nie vergeht.
    Ja, wohl trägt nur der Glaube solche Früchte,
    den Gottes Geist durchs Wort ins Herze prägt.
    Wo aber sich dies Feuer regt,
    da wird gar bald der Sünden Brut zu nichte.
    Lacht mich an, ihr schönen Kerzen,
    sammlet euch in meinem Herzen,
    bis des Glaubens Licht entsteht.
    Und wie herrlich werd’ ich sein,
    trifft es ein,
    dass aus dessen reinen Flammen
    edle Geistesfrüchte stammen,
    deren Klarheit nie vergeht.
  4. Secco-Rezitativ
    Ja! Werter Geist, entzünde mich,
    dass meines Glaubens Fackel strahle
    und so zu Gottes Ehr’ (ach, nicht zu meinem Preis)
    in reinen Werken prahle.
    Ach, meine Seele freuet sich,
    im Glauben sich verklärt zu sehen.
    Sie weiß,
    dass, wo die Glaubenssonne tagt,
    da ist kein Heil, kein Trost, kein Gnadenblick versagt.
    Ach ja, durch ihren Glanz kann man in Himmel gehen.
  5. Arie
    O, wie selig bin doch!
    Seht, mein Wunsch hat eingetroffen:
    Gottes Erbteil steht mir offen.
    (Weg, verdammtes Sündenjoch!)
    Schätze, die der Himmel heget,
    sind mir itzo beigeleget,
    und das Beste wird mir noch.