Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1137/53

Wie wir gehöret haben



Originaltitel:
Wie wir gehöret haben / so sehen wirs / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. Exaudi / 1753. / ad / 1731.
Abschnitt im Kirchenjahr: Ostern
Sonntag im Kirchenjahr: Exaudi (6. Sonntag nach Ostern)
Entstehungszeit: 1753
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,str,bc) - d - C
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,vl unis,vla,bc) - F - 3 (allegro)
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,vl unis,vla,bc) - C - C (allegro)
     6.rec (T,bc)
     7.choral (SATB,str,bc) - d - 3 (vivace)
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 11 Seiten;
S, A, T, B: 2, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 2, 2, 2, 2f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: Die Continuostimme ist mit Organo bezeichnet



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-461-13
RISM ID:   450007096
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001192857
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



 Ich möchte einen Fehler oder eine Verbesserung zu
    dieser Kantate melden:  
 


    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Wie wir gehöret haben, so sehen wir’s an der Stadt
    des Herrn Zebaoth, an der Stadt unsers Gottes;
    Gott erhält sie ewiglich. Sela.
  2. Rezitativ
    Drum zaget Zion nicht,
    stürmt gleich der Feind auf seine Mauren,
    trutz, dass sie seine Macht zerbricht.
    Die Not kann auch nicht lange dauren
    und sollte Seiner Bürger Blut
    auch ihre Gassen färben,
    sie wird drum nicht verderben.
    Des Feindes blinde Wut
    legt ihr hiermit das Zeugnis bei,
    dass sie die Stadt des Höchsten sei.
  3. Arie
    Sprecht nur freudig, Zions Zeugen;
    heißt euch Babels Blutdurst schweigen,
    weicht drum nicht von Gottes Sinn.
    Stürmt gleich das Verfolgungsmeer,
    Zion fürchtet sich nicht sehr,
    sie wird dennoch lustig bleiben,
    nichts kann ihren Trost vertreiben,
    Gott ist allzeit bei ihr drin.
  4. Rezitativ
    Die Wahrheit hat den Hass zum Lohn,
    die arge Welt kann sie nicht leiden,
    sie scheut sich nicht,
    die Wahrheitszeugen zu bestreiten.
    Doch kann ihr Grimm und Hohn
    den reinen Glanz von diesem Licht
    nicht hemmen.
    Will eine strenge Flut
    den Grund, worauf dies Kleinod ruht
    in frechem Anfall überschwemmen,
    so muss der Sturm vergeblich sein.
    Gott ist ihr Grund und dieser Stein
    darf keine Wellen scheuen,
    ihr eigner Stoß muss sie zerstreuen.
  5. Arie
    Tobt immer hin, ihr Leidensfluten,
    mein Glaubensanker reißt nicht los.
    Er haftet nicht im leichten Sande,
    und wird der Anfall allzu groß,
    so treibt der Sturm mich selbst zum Lande,
    zum Port in meines Jesu Schoß
  6. Rezitativ
    Mein Jesus hat’s vorher gesagt:
    die blinde Welt verfolgt die Seinen.
    Wird’s denn erfüllt, dass Not und Tod erscheinen,
    so denk ich an Sein Wort und stehe unverzagt.
  7. Choral
    Weicht, ihr Trauergeister,
    denn mein Freudenmeister,
    Jesus, tritt herein.
    Denen, die Gott lieben,
    muss auch ihr Betrüben
    lauter Zucker sein.
    Duld’ ich schon hier Spott und Hohn,
    dennoch bleibst du auch im Leide,
    Jesu, meine Freude.