Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1137/51

Es kommt die Zeit dass wer euch tötet



Originaltitel:
Es kommt die Zeit, daß / wer euch / a / 2 Violin / Viola / Fagotto / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Exaudi / 1751. / ad / 1732.
Abschnitt im Kirchenjahr: Ostern
Sonntag im Kirchenjahr: Exaudi (6. Sonntag nach Ostern)
Entstehungszeit: 1751
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: fg, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.acc (T,str,bc)
     2.rec (S,bc)
     3.acc (T,str,bc)
     4.aria (S,fg obl,str,bc) - G - C (un poco largo)
     5.rec (B,bc)
     6.aria (B,vl unis,vla,bc) - C - C (allegro)
     7.choral (SATB,(ob),str,bc) - a - C (poco allegro)
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 12 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2 - fag: 1f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: ob only doubling CM in mov7 /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-459-11
RISM ID:   450007064
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001192733
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Es kommt die Zeit, dass, wer euch tötet,
    wird meinen, er tue Gott einen Dienst daran.
  2. Rezitativ
    Mit Menschenblut
    den Gott der Liebe ehren wollen,
    ist eine Wut,
    ist eine Raserei, die kaum ein Heide tut.
    Doch Babel will so sinnlos tollen;
    es meint, des Henkers Hand
    soll Gott so gut
    als ein Apostel ehren.
    O Unverstand!
    Ist’s möglich?
    Kann ein Mensch dergleichen Meinung lehren?
  3. Dictum
    Solches werden sie euch darum tun, dass sie
    weder meinen Vater noch mich erkennen.
  4. Arie
    Jesus ist ein Gott der Liebe,
    solche Triebe
    fördern auch Sein Gnadenreich.
    O ihr Mörder, fürchtet euch!
    Jesus hat in Seinen Tagen
    mit dem Schwert nie drein geschlagen.
    Schlägt ein Petrus hitzig drein,
    spricht nicht Jesus: „Steck es ein.“?
  5. Rezitativ
    Der muss den Vater noch nicht kennen,
    noch weniger den Sohn,
    wer nur durch Lästern, Schmach und Hohn
    mit Quälen, Morden, Brennen
    die Lehre zu verfechten sucht.
    Gott braucht dergleichen nicht.
    Sein Wort soll an ein Herz durch Überzeugung dringen
    und Seine Zucht
    zwingt nicht,
    sie leitet nur zum Licht.
    Gewalt kann zwar den Leib, nicht das Gewissen zwingen.
    Doch Babel macht’s nur so,
    sie tötet treue Wahrheitszeugen.
    Die aber sind getrost und froh,
    sie wissen wohl, Gott wird nicht immer schweigen.
  6. Arie
    Herr erwache,
    komm zur Rache,
    brich und steure Babels Wut.
    Deine Zeugen müssen schweigen,
    doch es redet jetzt ihr Blut.
  7. Choral
    Sie wüten fast und fahren her,
    als wollten sie uns fressen;
    zu würgen steht als ihr Begehr,
    Gott’s ist bei ihn’n vergessen.
    Wie Meereswellen einher schlan
    nach Leib und Leben sie uns stahn,
    des wird Sich Gott erbarmen.