Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1137/13

Ich esse nichts als Aschenbrot



Originaltitel:
Cantata / Ich eße nichts als Aschen Brodt / a 7. / 2 Violin. Concert. / 2 Violin / Viola / e / Continuo. / Dn. Exaudi / 1713.
Abschnitt im Kirchenjahr: Ostern
Sonntag im Kirchenjahr: Exaudi (6. Sonntag nach Ostern)
Entstehungszeit: 1713
Vokal: Sopran
Solostimmen: 1
Instrumente: , vl (2), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.aria+acc (S,vl(2),str,bc) - d - C (largo)
     2.rec (S,bc)
     3.aria (S,vl(2),str,bc) - F - C (allegro)
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,vl(2),str,bc) - d - C
Dichter: G.C. Lehms
Partitur: 9 Seiten;
S: 1 - vl conc 1, 2, vl 1, 2, vla, vlc, vlne, bc: 2, 2, 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-421-13
RISM ID:   450005806
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001187685
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Arie / Accompagnato
    Ich esse nichts als Aschenbrot
    und mische meinen Trank mit Weinen.
    Das macht, dass ich beständig bin
    und dass es Seele, Geist und Sinn
    getreu mit meinem Jesu meinen.
  2. Rezitativ
    Darum verfolget mich allein
    der Abschaum dieser Welt,
    lässt mich nur Geißeln, Strick’ und Bande sehen,
    und machet sich aus meiner Pein
    die angenehmsten Freudenstunden.
    Wer fest an Jesu hält,
    dem wird dergleichen stets geschehen.
    Doch weil mein Jesus selbst
    vor Liebe bitter’n Hass gefunden,
    so sei auch Schmach und Kreuz mein Lohn.
    Gott wird mich schon
    zu Ehren bringen
    und selbst nebst mir mit allen Feinden ringen.
  3. Arie
    Nun, so rast und tobt ihr Feinde,
    Ich verlache Wut und Gift.
    Wenn mir Gott zur Seiten bleibet
    und die Pfeile von mir treibet,
    weiß ich, dass mich keiner trifft.
  4. Secco-Rezitativ
    Seht: Unter Jesu Schirmen
    kann ich vor allen Stürmen
    befreit und ruhig sein.
    Gott ist der rechte Schild,
    der gleich der Feinde Rasen stillt;
    Gott ist der rechte Wundermann,
    der uns aus aller Not erretten kann.
    Gott ist die starke Kraft,
    die uns gleich Trost und Hülfe schafft.
    Drum will ich hier mit Jesu leiden,
    kein Ach! und Weh! soll mich
    von seiner Liebe scheiden.
  5. Arie
    Leid’ ich gleich allhier auf Erden,
    find’ ich doch dort Himmelslust.
    Muss hier Leib und Seele schmachten,
    ach! so will ich’s wenig achten.
    Dort kann die gedrängte Brust
    eine Himmelssonne werden.