Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1135/53

Lass dir wohlgefallen die Rede



Originaltitel:
Laß dir wohlgefallen die / Rede meines / a / 2 Flaut. Tr. / Viola s. / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Rogate / 1753. / ad / 1731.
Abschnitt im Kirchenjahr: Ostern
Sonntag im Kirchenjahr: Rogate (5. Sonntag nach Ostern)
Entstehungszeit: 1753
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: fl (2), fg, vla, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.dictum (T,str,bc) - e - 3
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,fl(2),fg,str,bc) - F - C (andante)
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,vla,str,bc) - C - C (largo e giusto)
     6.rec (T,bc)
     7.choral (SATB,fl(2),str,bc) - e - C (allegro)

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Vater unser im Himmelreich (Seite 127)
Liedtext: Ehr sei Gott in dem höchsten Thron

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 13 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 2 - vl 1, 2, vla solo, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 2, 2, 2, 2 - fl 1, 2: 2, 2f.
Kommentar: Die Continuostimme ist mit Organo bezeichnet - Fg in bass-parts /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-461-11
RISM ID:   450007094
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    
Eingespielt auf CD, LP, usw.:



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Lass Dir wohlgefallen die Rede meines Mundes
    und das Gespräch meines Herzens vor Dir, Herr,
    mein Hort und mein Erlöser.
  2. Rezitativ
    Mein schwaches Lallen
    kann Dir, o Vater, nicht missfallen.
    Ich bete,
    wie mich mein Jesus heißt,
    allein in seinem Namen.
    Und wenn ich vor Dich trete,
    so spricht Dein werter Geist
    das „Abba“ selbst in mir.
    Drum hofft mein Herz ein frohes Amen,
    doch anderst nicht, denn es gefalle Dir.
  3. Arie
    Kommt, ihr Fromme, kommt und betet!
    Gottes Sohn
    bahnt den Weg zum Gnadenthron.
    Seine Liebe spricht für euch
    und Sein Geist hilft „Abba“ schreien.
    Euer Beten muß gedeihen,
    ja, das Amen schallt sogleich.
  4. Rezitativ
    Wie soll doch Deine Schar
    Dich, hoher Priester, sattsam loben?
    Du herrschest droben,
    doch nimmst Du hier die Deinen wahr.
    Ihr Zustand geht Dir nah,
    Dein Vorspruch sorgt, sie zu erfreuen.
    So bald sie nur den Weihrauch streuen,
    so spricht der Vater: ja.
    Er liebet sie um Deinetwillen.
    Sein Vaterherze bricht,
    wenn ihre Sehnsucht betend spricht.
    Du selbst hilfst, ihr Gesuch erfüllen.
  5. Arie
    Sprich, mein Herz, Der Vater höret!
    Jesus’ Vorwort stimmt mit ein.
    Wollen keine Worte kommen,
    ei, so lass die Seufzer schrei’n.
    Das Verlangen derer Frommen
    soll bei Ihm erhöret sein.
  6. Rezitativ
    Wie freudig werd’ ich steh’n,
    wenn Gott mir meine Hände füllet,
    wenn Er mein Flehen stillet,
    wenn die Verheißungen
    in die Erfüllung geh’n.
    Es soll so Mund und Herz alsdenn
    sein Dank- und Freudenopfer bringen
    und mit verklärten Lippen singen:
  7. Choral
    Ehr’ sei Gott in dem höchsten Thron
    und Christo, Seinem ein’gen Sohn,
    samt dem Tröster, dem Heil’gen Geist,
    der uns Sein’ Hülf’ allzeit beweist.
    Dem sei Lob, Preis und Ehr’ allzeit
    von nun an bis in Ewigkeit.