Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1134/44

Der Gerechte schlage mich freundlich



Originaltitel:
Der Gerechte schlage mich / freundlich / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. Cantate / 1744 / ad / 1738.
Abschnitt im Kirchenjahr: Ostern
Sonntag im Kirchenjahr: Cantate/Kantate (4. Sonntag nach Ostern)
Entstehungszeit: 1744
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.aria (T,str,bc) - g - 3
     2.rec (S,bc)
     3.aria (S,vl unis,vla,bc) - c - C
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,str,bc) - G - C
     6.rec (T,bc)
     7.choral (SATB,str,bc) - g - C
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 12 Seiten;
S, A (2x), T, B: 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 1, 1, 1, 2f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-452-20
RISM ID:   450006817
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001191741
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Der Gerechte schlage mich freundlich
    und strafe mich. Das wird mir so wohl tun
    als ein Balsam auf meinem Haupt; denn
    ich bete stets, dass sie mir nicht Schaden tun.
  2. Secco-Rezitativ
    Es wissen Christi Schafe,
    dass hier ihr Herz noch manche Schwachheit hat,
    sie können Gottes Führungs-Rat
    an sich und andern nicht verstehen.
    Drum können sie der Strafe
    des Guten Geistes nicht entgehen.
    Dies wissen sie. Drum sind sie still,
    wenn sie des Trösters Wort ein Besser’s lehren will.
  3. Arie
    Ach, strafe mich, Du Geist der Liebe,
    mein Herz nimmt alles willig an.
    Der eig’ne Wahn
    denkt oft verkehrt von Gottes Wegen.
    Dein Strafen aber hat den Segen,
    dass ich sie besser fassen kann.
  4. Secco-Rezitativ
    Der Geist des Herrn
    soll zwar
    und will die Welt und ihre Sklaven
    durch Sein Belehrungswort bestrafen,
    doch hört sie dies nicht gern.
    Ihr Volk hält sich wohl gar
    dadurch beschimpft.
    Es rümpft
    in frechem Hohn den Mund,
    wenn Gottes Geist ihm seine Sünde kund
    und seinen Wahn zuschanden macht.
    Verkehrte Art, die ihren Schaden liebet!
    Ach Sterbliche nehmt doch des Geistes Zucht in Acht.
    Der ist sein eig’ner Feind, wer diesen Freund betrübet.
  5. Arie
    Großer Freund, Du Geist der Lehre,
    Deine Zucht trägt Segen ein.
    Lehre mich, ich will Dich hören,
    denn Du wirst nur den verklären,
    der allein
    hier und dort mein Trost kann sein.
  6. Secco-Rezitativ
    Ich will, o werter Geist,
    sonst keinen Weg erwählen,
    als den mir Deine Lehre weist.
    Und will mein Herz in Schwachheit fehlen,
    so lass mich Dein Bestrafungswort
    zu meiner Bess’rung überzeugen.
    Ich will mich gern und immerfort
    hier unter deine Zucht in stiller Folge beugen.
  7. Choralstrophe
    Führe meine Sachen,
    meinen Schlaf und Wachen,
    meinen Tritt und Gang
    Glieder und Gesichte,
    dass mein arm Gedichte,
    dass mein schlecht’ Gesang,
    Wandel, Werk und Stand für allen
    Dir, o Vater, mög’ gefallen.