Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1134/41

Hilf Herr die Welt ist frech



Originaltitel:
Hilf Herr, die Welt ist / frech und blind / a / 2 Violin / Viola / Oboe Solo / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. Cantate / 1741.
Abschnitt im Kirchenjahr: Ostern
Sonntag im Kirchenjahr: Cantate/Kantate (4. Sonntag nach Ostern)
Entstehungszeit: 1741
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: ob, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.arioso (AT,str,bc) - G - C (tempo giusto)
     2.aria (B,ob,vl unis,vla,bc) - e - 3
     3.rec (S,bc)
     4.aria (S,vl unis,vla,bc) - D - 3 (allegro)
     5.rec (T,bc)
     6.choral (SATB,str,bc) - G - 6/4
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 12 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 2, 2, 2, 2 - ob: 1f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-449-24
RISM ID:   450006642
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001191041
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Arioso/Duett
    Hilf, Herr, die Welt ist frech und blind,
    sie kennet dich und auch den Vater nicht,
    sie ist so wild gesinnt,
    sie achtet Sünde, Recht, Gericht
    für nichts!
    Ach, Herr? Wie lange willst du schweigen?
    Lass deinen Geist des Lichts
    sie doch zum besser’n Sinn, ach, endlich überzeugen.
  2. Arie
    Alle Welt liegt, ach, im Argen.
    (Herr) nimm dich des Jammers an.
    Dein und deines Wortes spotten
    ach, das heißt bei frechen Rotten
    - o, der Schande! - klug getan.
  3. Secco-Rezitativ
    Es ist ja wohl betrübt.
    Der große Gott hat alle Welt
    so treu, so sehr geliebt.
    Er hat Selbst Seinen Sohn
    für sie zum Bürgen dargestellt.
    Sein Wille ist: Sie soll nur an Ihn glauben.
    Dies hat sie ihren Hohn.
    Sie denkt auch nicht,
    dass dieses Sünde sei.
    Der Weg, durch Ihn gerecht zu werden,
    ist ihrem Spott ein Hirn-Gedicht.
    Sie widerspricht,
    sie zeigt im Wort, Werk und Gebärden,
    sie wolle gar nicht frei
    von Sünden - nein! -
    vielmehr wie auch ihr Fürst gerichtet sein.
    Ach, ach, betrübte Zeiten!
    Komm, Heil’ger Geist, hilf solchen armen Leuten.
  4. Arie
    Freche Menschen, arme Seelen,
    nehmt doch Zucht und Strafe an.
    Ach, wie lange wollt ihr’s treiben?
    Werdet Jesu untertan,
    Er ist Herr und wird’s auch bleiben:
    Ja, ein Gott, der strafen kann.
  5. Secco-Rezitativ
    Gott, Heil’ger Geist, du werter Gast!
    Will dich die Welt nicht hören,
    so komm zu mir und strafe mich,
    Mein Herz hält sich
    gebeugt, in Willigkeit gefasst,
    es soll dein Werk nicht stören.
    Verkläre mir den Heiland aller Welt
    und lass mich das, was wahr ist, recht erkennen.
    Ich will mich gern von dem, was dir missfällt,
    durch deinen Beistand ernstlich trennen.
  6. Choralstrophe
    Zeuch ein, lass mich empfinden
    und schmecken deine Kraft.
    Die Kraft, die uns von Sünden
    Hülf’ und Errettung schafft.
    Entsünd’ge meinen Sinn,
    dass ich in reinem Geiste
    dir Ehr’ und Dienste leiste,
    die ich dir schuldig bin.