Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1134/20

Gottes überreiche Liebe



Originaltitel:
Gottes überreiche Liebe / a / 2 Violin / Viol / Canto Solo / e / Continuo. / Dn. Cantate / 1720.
Abschnitt im Kirchenjahr: Ostern
Sonntag im Kirchenjahr: Cantate/Kantate (4. Sonntag nach Ostern)
Entstehungszeit: 1720
Vokal: Sopran
Solostimmen: 1
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.aria (S,str,bc) - C - C
     2.rec (S,bc)
     3.aria (S,vl unis,bc) - G - 3
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,str,bc) - C - 6/4
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 7 Seiten;
S: 3 - vl 1, 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-428-13
RISM ID:   450005936
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001188205
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Arie
    Gottes überreiche Liebe
    quillt zum Segen fort und fort.
    Durch der Wahrheit edles Wort
    ändert sie verderbte Sünder
    und macht sie zu Gotteskinder.
    Seht doch an,
    was dies edle Feuer kann.
  2. Secco-Rezitativ
    Aus Gott kann nichts als lauter Gutes fließen.
    Wie? Sollte wohl in ihm ein Sünden-Wechsel sein?
    O nein!
    Die Quelle alles Lichts
    kann nichts
    als Licht und keine Finsternis
    aus ihrer reinen Tiefe gießen.
    Fällt aber dir, o Mensch, was Böses ein,
    so glaub’ gewiss,
    dass Dieses Fleisch und Blut,
    ja selbst der Satan, tut,
    und denke nicht, es sei von Gott, denn der ist rein.
  3. Arie
    Gott meint es gut, die Quelle seiner Gnade
    begießt sich stets in reichem Überfluss.
    Ach, aber ach! Der Mensch fleucht den Genuss.
    Sagt nun: Woher kommt dessen Seelenschade?
  4. Secco-Rezitativ
    Ach Sünder, fasse diesen Regen,
    der dir zum Heil, zum Leben trieft.
    Du bist vertieft
    in schnöden Sündenwegen,
    die dich zum Höllen-Abgrund zieh’n.
    Auf, lege diese Schande hin,
    und fasse Gottes teure Lehren,
    sein Wort, das dich zum Leben führt,
    das dich ganz neu gebiert,
    das dich zuletzt in Jesu selig macht.
    Ach, sei bedacht,
    dein Herz zu diesem Schatz zu kehren.
  5. Arie
    Himmlische Quelle voll göttlicher Gaben,
    labe, betriefe mein schmachtendes Herz.
    Sündlicher Scherz,
    weiche mit deiner verdammlichen Freude.
    Deine vergällte, ja tödliche Weide
    fesselt mich nicht.
    Droben vergnügt mich das ewige Licht.