Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1132/45

Ach Jesu wie bist du so treu



Originaltitel:
Ach Jesu wie bist du / so treu / a / Cornu di Selv. / 2 Violin / Viola / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. Misericord. Dni / 1745. / ad / 1738.
Abschnitt im Kirchenjahr: Ostern
Sonntag im Kirchenjahr: Misericordias Domini (2. Sonntag nach Ostern)
Entstehungszeit: 1745
Vokal: ATB
Solostimmen: 2
Instrumente: , hn, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.acc+rec (T,str,bc)
     2.aria (T,hn,str,bc) - G - 3
     3.choral (ATB,hn,vl unis,vla,bc) - G - C (largo)
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,vl unis,vla,bc) - D - C
     6.rec (T,bc)
     7.choral (3) DC
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 11 Seiten;
A, T, B: 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 1, 1, 1, 2 - cor: 1f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: ---



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-453-10
RISM ID:   450006849
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001191869
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Accompagnato-Rezitativ / Secco-Rezitativ
    Ach Jesu, wie bist Du so treu!
    Du trägst, das Heil der Schafe zu erwerben,
    aus zarter Liebe keinen Scheu,
    vor sie zu sterben.
    Ihr, die ihr lehrt, und ihr, die ihr regieret,
    ach! schmückt euch doch mit gleichem Sinn.
    Bedenkt, die Treue zieret
    und bringt auch herrlichen Gewinn.
  2. Arie
    Jesu, unter Deiner Herde
    da ist’s recht gut zu sein.
    Deine Treue, Deine Liebe
    schützet gegen Wolf und Diebe.
    Deine Weide
    gibt auch Kraft und wahre Freude,
    denn sie ist vollkommen rein.
  3. Choralstrophe
    Jesu, frommer Menschenherden
    guter und getreuer Hirt!
    Lass mich auch Dein Schäflein werden,
    das Dein Stab und Stimme führt.
    Ach, Du hast aus Lieb’ Dein Leben
    vor die Schafe hingegeben,
    und Du gabst es auch vor mich.
    Lass mich wieder lieben Dich.
  4. Secco-Rezitativ
    Sind Vorgesetzte treu,
    ihr Herz liebt die vertraute Herde,
    sie stehen ihren Schafen bei,
    wenn sich ein Unfall naht.
    Sie wachen, dass nicht ein’s beschädigt werde,
    sie retten sie mit Rat und Tat.
    O wie erfreulich muss das sein!
    Ein Hirt, mit solchem Sinn geschmückt,
    in den der Herr Sein Bild gedrückt,
    der geht gewiss mit Ruhm zur Himmelsfreude ein.
  5. Arie
    Großer Erzhirt in der Höhe,
    nimm Dich Deiner Schafe an.
    Lass die Hirten hier auf Erden
    Deinem Sinne ähnlich werden,
    dass kein Wolf nichts rauben kann.
  6. Secco-Rezitativ
    Der Mietlings-Geist und -Sinn
    herrscht leider fast in allen Ständen:
    Die Hirten suchen nur Gewinn.
    Gefahr und Not von Schafen abzuwenden,
    da denkt man wenig dran.
    Man sucht die Woll’ und nicht ihr Wohlergeh’n.
    Ach Jesu, lass Dich das erbarmen
    und nimm Dich der Bedrängten an.
    Ach, höre, wie die Armen
    um Deinen Geist und Hülfe fleh’n.
  7. Choralstrophe
    Höre, Jesu, und erhöre
    meine, Deines Schäfleins, Stimm’.
    Mich auch zu Dir schreien lehre,
    wenn sich naht des Wolfes Grimm.
    Lass mein Schreien Dir gefallen,
    Deinen Trost herwieder schallen.
    Wenn ich bete, höre mich.
    Jesu, sprich! Ich höre Dich.