Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1130/37

Ich habe euch zuvorderst gegeben



Originaltitel:
Ich habe euch zuförderst ge- / geben welches / a / 2 Violin / Viola / Flaut. Tr. / Violoncello / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo / Fer. 3. Pasch. / 1737.
Abschnitt im Kirchenjahr: Ostern
Sonntag im Kirchenjahr: 3. Ostertag
Entstehungszeit: 1737
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: fl, (ob), fg, vc, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.acc (T,str,bc)
     2.rec (A,bc)
     3.aria (A,fl,str,bc) - F - 3
     4.rec (B,bc)
     5.aria (B,vc,str,bc) - g - C
     6.choral (SATB,(fl,ob),fg,vc,str,bc) - d - 12/8
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 16 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlc (2x), vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2 - fl, ob, fag: 2, 1, 1f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: vc part also in version for fg & version 8va basso (!) - in chorale additional parts (not in score) for fl & ob -> later versions? /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-445-13
RISM ID:   450006347
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001190357
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Ich habe euch zuvörderst gegeben,
    welches ich auch empfangen habe:
    Dass Christus gestorben seie für unsre Sünde
    und dass Er begraben sei
    und dass Er auferstanden sei
    am dritten Tage nach der Schrift.
  2. Secco-Rezitativ
    Die Schrift
    zeugt uns zum Trost von Gott,
    von Christi Tod
    und Leben;
    ach, dass wir ihr so schlechten Beifall geben.
    Wie mancher saugt nicht Gift
    aus ihren edlen Schätzen.
    Er scheut sich nicht,
    sich ihr ganz frech zu widersetzen,
    weil die Vernunft ein ander´s spricht.
    Verwegner Wahn!
    Soll eine Lehre d´rum nicht gelten,
    soll man sie schelten,
    weil sie ein Narr nicht fassen kann?
  3. Arie
    Werter Jesu,
    ich verehre
    Deine Lehre;
    öffne mir nur den Verstand.
    Kann ich manches itzt nicht fassen,
    ach, ich will Dich walten lassen;
    endlich wird mir´s doch bekannt.
  4. Secco-Rezitativ
    Wer nach der Schrift den Willen Gottes tut,
    der wird bald innen werden,
    dass ihre Lehre wahr und gut,
    ja Gottes Ausspruch sei.
    Liebt jemand nicht den Tand der Erden,
    er ist von Vorurteilen frei,
    er sucht mit Ernst, den Weg des Heils zu lernen,
    dem wird sich Jesu nicht entfernen,
    er wird sein Heil in Christo bald erseh´n.
    Und was die Welt
    vor Traum und Hirngespinste hält,
    daraus wird ihr der größte Trost entsteh´n.
  5. Arie
    Herr, ich glaube deinem Worte,
    ach, was Trost ist da vor mich.
    Du leidest mir zu gute,
    ich bin rein in Deinem Blute;
    durch Dein Sterben
    machst Du mich zum Himmels-Erben.
    Jesu, ja, das glaube ich.
  6. Chorstrophe
    Mein´n Füßen ist Dein heilig´s Wort
    ein´ brennende Lucerne;
    ein Licht, das mir den Weg weist fort.
    So dieser Morgensterne
    in uns aufgeht,
    sobald versteht
    der Mensch die hohen Gaben,
    die Gottes Geist
    den´n g´wiss verheißt,
    die Hoffnung darein haben.