Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1130/22

Jesus kündigt Frieden an



Originaltitel:
Jesus kündigt Frieden / an / a / 2 Hautb.: Fagott. obl. / 2 Violin / Viol / 2 Cant. / Alt. / Tenore / Basso / e / Continuo. / Fer. 3. Pasch. / 1722.
Abschnitt im Kirchenjahr: Ostern
Sonntag im Kirchenjahr: 3. Ostertag
Entstehungszeit: 1722
Uraufführung (aus GWV-Nummern ermittelt): 07.04.1722
Vokal: Sopran (2), Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 2
Instrumente: ob (2), fg, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SSATB,ob(2),fg,str,bc) - F - C (largo)
     2.aria (B,ob(2),fg,str,bc) - d - 3
     3.rec (B,bc)
     4.aria (S,ob(2),fg,str,bc) - g - C (vivace)
     5.rec (S,bc)
     6.choral (SATB,ob(2),fg,str,bc) - F - C (largo)

Melodie zum 6. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Ist Gott für uns, das höchste gut (Seite 81)
Liedtext: Ist Gott für uns, das höchste Gut

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 10 Seiten;
S 1, 2, A, T, B: 2, 1, 1, 1, 1 - vl 1 and ob 1, vl 2 and ob 2, vla, bc (2x): 1, 2, 1, 2, 1f.
Kommentar: woodwind in stringparts - continuo-part in Es /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-430-11
RISM ID:   450005998
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



 Ich möchte einen Fehler oder eine Verbesserung zu
    dieser Kantate melden:  
 


    Text der Kantate:
  1. Chor
    Jesus kündigt Frieden an.
    Schweige, stolzer Fleischeswahn,
    sei nur Jesu untertan!
  2. Arie
    Ich bin mit Gottes Rat zufrieden,
    er mache, was ihm wohl gefällt.
    Ob Fleisch und Blut gleich widerbellt,
    mein Glaube soll gehorsam schweigen.
    Das Ende wird sich herrlich zeigen,
    denn was er tut,
    ist recht und gut.
    Ihm sei auch Alles heimgestellt.
  3. Rezitativ
    Wer nur in glaubensvoller Stille,
    in Gottes Wegen standhaft bleibt,
    der wird mit Lust ein frohes End’ erblicken.
    Des frommen Vaters Wille
    kann und pflegt Alles so zu schicken,
    dass es vor uns
    muss gut und selig sein.
    Allein!
    Räumt jemand eig’nem Wahn —
    — was ein Ach! —
    der wird leicht zum Schaden übertäubt.
    Des Fleisches Widerspruch
    lässt uns
    den edlen Schatz des Glaubens nicht erkennen.
    Ja, Satanas erlangt so sein Gesuch,
    dass wir uns gar von Jesu trennen!
    Drum bleibt es allzeit wohl getan:
    Man nehme, was Gott schickt, still und gelassen an.
  4. Arie
    Lass, Jesu, mich mein Führungs-Ende sehen.
    Indessen sprich
    mir deinen Frieden ein.
    Wenn ich die teure Himmelsgabe
    durch dich in meiner Seelen habe,
    so kann mein Geist stets dir gelassen sein.
  5. Rezitativ
    Ach ja! Schon längst hat Jesus durch sein Blut
    den Frieden Gottes ausgebracht.
    Und solches teuer-werte Gut
    hat er nicht sich, nein, mir allein erworben.
    Trutz dem, der solchen strittig macht!
    Der Heiland ist ja drauf gestorben;
    die Bürgschaft steht in seinen Wunden,
    mein Glaube bleibt in sie gesenkt.
    Wenn mir ein Feind den Seelenfrieden kränkt,
    so hab ich da den besten Schutz gefunden.
  6. Choralstrophe
    So helfe nun, mein Brautigam,
    dass ich dir möge stets vertrauen,
    in aller Not dich, Gotteslamm,
    auch mög’ im Himmel selig schauen.
    Da bleiben ewig wir beisammen.
    Ist Gott für uns: Wer will verdammen?