Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1129/50

Dein Herz folge nicht den Sündern



Originaltitel:
Dein Hertz folge nicht / den Sündern / a / 2 Corn. / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Fer. 2. Pasch. / 1750. / ad / 1733.
Abschnitt im Kirchenjahr: Ostern
Sonntag im Kirchenjahr: 2. Ostertag
Entstehungszeit: 1750
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: (fl (2)), hn (2), str, bc
Satzbeschreibung:
     1.dictum (T,str,bc) - D - C
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,fl(2),hn(2),str,bc) - D - C (vivace)
     4.choral (SATB,hn(2),str,bc) - D - C
     5.rec (S,bc)
     6.aria (S,fl(2),hn(2),str,bc) - G - 2/4 (vivace)
     7.rec (T,bc)
     8.choral (4) DC
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 15 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2 - fl 1, 2, cor 1, 2: 1, 1, 1, 1f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: mov3&6: fl doubling the vl /fh - mov4: first bar in h min, then D major / fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-458-10
RISM ID:   450007039
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001192629
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Dein Herz folge nicht den Sündern sondern sei
    täglich in der Furcht des Herrn, denn es wird dir
    hernach gut sein und dein Warten wird nicht fehlen.
  2. Rezitativ
    Kommt, die ihr Jesum liebt.
    Seht, wie betrübt
    sieht es in Salem aus.
    Lasst uns von dannen ziehen,
    sie ist ein Mörderhaus.
    Kommt, lasst uns ihre Wege fliehen,
    der Herr wird mit uns sein.
    Ist uns Sein Antlitz jetzt entzogen,
    Sein Wort hat doch noch nie betrogen,
    Sein Trost stellt sich vielleicht bald wieder ein.
  3. Arie
    Frommes Herz, lass doch dein Klagen:
    Jesus lebt! Er ist nicht tot.
    Hält Er Seinen Trost verborgen,
    sei getrost und ohne Sorgen,
    Seine Sonne wird bald tagen,
    Er erbarmt sich deiner Not.
  4. Choral
    Himmelssonne, Seelenwonne,
    unbeflecktes Gotteslamm!
    In der Höhle meine Seele
    suchet Dich, o Bräutigam.
    Lass Dich finden,
    starker Held aus Davids Stamm.
  5. Rezitativ
    Wer sich von Sündern trennt
    und geht auf reinen Tugendwegen,
    der wird sein Heil gar bald erseh’n.
    Es kennt
    der fromme Hirt die Not der Seinen,
    Er geht mit Trost entgegen
    und lässt, was sie gehofft, gescheh’n.
    Sein Zuspruch stillt ihr Weinen,
    Er stärkt des Glaubens schwaches Licht
    und ob sie Ihn gleich nicht
    im Kampf, in der Verwirrung kennen,
    so wird ihr Herz gleichwohl in zarter Liebe brennen.
  6. Arie
    Mein Hoffen kann nicht trügen,
    der Herr wird mich vergnügen,
    mein Glaube zweifelt nicht.
    Ich werde Jesum sehen
    und bald wird es geschehen;
    mein Herz spürt schon Sein nahes Licht.
  7. Rezitativ
    Und wenn ich Jesum finde,
    so frag ich nichts nach Schätzen dieser Zeit,
    mein Geist sehnt sich nach jener Ewigkeit,
    da ich mich recht mit Ihm verbinde.
    Mein Glaube sieht Ihn zwar,
    doch in des Himmels Auen
    da will ich Ihn
    vollkommen schauen.
    Mein Jesu, hole mich dahin,
    ich bin bereit.
  8. Choral
    Dieser Zeiten Eitelkeiten,
    Reichtum, Wollust, Ehr und Freud
    sind nur Schmerzen meinem Herzen,
    welches sucht die Ewigkeit.
    Lass Dich finden,
    Großer Gott, ich bin bereit.