Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1125/31

Gott gib dein Gericht dem Könige



Originaltitel:
Gott gib dein Gericht dem / Könige, und / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. Palmarum / 1731.
Abschnitt im Kirchenjahr: Karwoche
Sonntag im Kirchenjahr: Palmarum/Palmsonntag
Entstehungszeit: 1731
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,str,bc) - g - C
     2.rec (B,bc)
     3.aria (B,str,bc) - B - 12/8 (largo)
     4.choral (SATB,str,bc) - g - C (largo)
     5.rec (T,bc)
     6.aria (AT,str,bc) - F - C (grave)
     7.rec (B,bc)
     8.choral (4) DC
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 12 Seiten;
C, A, T (2x), B: 1, 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 1, 1, 1, 1, 1, 1, 2f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: Eine vlne-Stimme unbeziffert



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-439-07
RISM ID:   450006285
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001189601
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Gott, gib Dein Gericht dem Könige und Deine
    Gerechtigkeit des Königs Sohne, dass Er das
    Volk bringe zur Gerechtigkeit und Deine
    Elenden errette.
  2. Rezitativ
    Du Volk von großer Missetat,
    ermuntre dich! Dein Salomon,
    des höchsten Königs Sohn,
    erscheint, den wunderseltnen Thron
    des Kreuzes zu besteigen.
    Des Vaters Rat
    setzt Ihn zum Wunderkönig ein.
    Kommt Sünder, euch für Ihm zu beugen!
    Sein Blut, sein Tod macht eure Seelen rein.
  3. Arie
    Jesus kommt - und geht zum Leiden.
    Schweig mein Herz, schweig aller Freuden!
    Sieh, da geht das reine Lamm.
    Ach! wie stille geht es hin,
    doch ich hör in meinem Sinn
    seine tiefe Seufzer schreien.
    Ach! für wen? Mir zum Gedeihen,
    mir stirbt es am Kreuzesstamm!
  4. Choral
    O großer König, groß zu allen Zeiten,
    wie kann ich g’nugsam deine Treu’ ausbreiten?
    Kein menschlich Herze mag ihm dies ausdenken,
    was dir zu schenken.
  5. Rezitativ
    Du großer Hohepriester gehest
    voll Liebe hin zum Kreuz-Altar
    und, ach! sogar
    Dein fließend Blut raucht in die Höhe.
    Du flehest.
    Für wen? Ach! für verdammte Sünder.
    Seht doch, ihr Menschen Kinder,
    wie ernstlich Salomon vor eure Wohlfahrt ringt.
    Wie fühlt Er nicht so manches Wehe,
    bis Ihm sein reiner Wunsch gelingt.
  6. Duett
    Ich bin verwirret vor Verwundern,
    der größte Herr erscheint in Knechtsgestalt.
    Das allerreinste Blut soll fließen,
    verweg’ner Menschen Schuld zu büßen,
    und ach! kann’s möglich sein?
    Es sind bei Jesus Pein
    die meisten Herzen kalt.
  7. Rezitativ
    Wer kann Dir, großer König, danken?
    Es übersteigt
    Dein Liebeswerk auch aller Engel Worte.
    Doch will ich hier, an meinem Orte
    niemals von Dir mit Willen wanken.
    Der Dank, den so mein Herz erzeigt,
    ist zwar sehr schlecht , doch lass Dir ihn gefallen;
    dort soll mein Lob vollkommen schallen.
  8. Choral
    Wann dort, Herr Jesu, wird für Deinem Throne
    auf meinem Haupte steh’n ein’ Ehrenkrone,
    da will ich Dir, wenn alles wird wohl klingen,
    Lob und Dank singen.