Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1124/47

Im Anfang war das Wort



Originaltitel:
Im Anfang war das Wort, / und das / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. Judica. / 1747. / ad / 1736.
Abschnitt im Kirchenjahr: Fastenzeit
Sonntag im Kirchenjahr: Judica (5. Sonntag der Passionszeit)
Entstehungszeit: 1747
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.coro (SATB,str,bc) - G - C
     2.aria (T,vl unis,vla,bc) - e - 3
     3.rec (S,bc)
     4.aria (S,str,bc) - F - C
     5.rec (B,bc)
     6.aria (B,vl unis,vla,bc) - C - 12/8
     7.choral (SATB,str,bc) - G - C

Melodie zum 7. Satz aus dem Choralbuch von 1728:
Sollt es gleich bisweilen scheinen (Seite 126)
Liedtext: Sollt es gleich bisweilen scheinen

Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 11 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 2, 2, 2, 2, 2f.
Kommentar: eine Violonestimme beziffert /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-455-07
RISM ID:   450006925
Autograph im Bestand der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Dictum
    Im Anfang war das Wort, und das Wort
    war bei Gott, und Gott war das Wort.
    Dasselbe war im Anfang bei Gott.
  2. Arie
    Großes Wort, du Heil der Seelen,
    rede nur, ich nehm’ es an.
    Will Dich gleich die Welt nicht leiden,
    ei, mein Herzen schwimmt in Freuden
    wenn es Dich nur hören kann.
  3. Secco-Rezitativ
    Der Glaube Abrahams
    ist, ach, zu diesen Zeiten rar.
    Er sah die Zierde seines Stamms,
    das hochgepries’ne Davids-Reis,
    den Sohn, der längst vor ihm, dem Vater, war.
    Der fromme Greis
    geriet durch solche Blicke
    in süß’ und große Freudigkeit.
    Und, ach, zu dieser Zeit
    sieht man den Herrn mit kaltem Herzen an.
    Es deucht die Welt ein schlechtes Glücke,
    wenn sie gleich in dem Wort den Heiland sehen kann.
  4. Arie
    Ich sehe Herr nach Dir mit Freuden,
    durch Dich werd’ ich gerecht gemacht.
    Du Wundersohn aus Davids Samen,
    Du warst, eh’ Deine Ahnen kamen,
    schon da und auf mein Heil bedacht.
  5. Secco-Rezitativ
    Es kennt die blinde Welt, o Jesu, deinen Adel nicht.
    Du bist aus Gott, eh’ etwas war, gebohren,
    und wenn Dein Mund von solcher Ehre spricht,
    so hält sie Dich, o Gräu’l, vor einen Toren.
    Sie speit voll Bitterkeit
    ihr Lästergift auf Deine Unschuld aus,
    doch muss Dir Deine Ehre bleiben.
    Und wirft sie Dich gleich hier hinaus,
    weh’ ihr, es kommt die Zeit,
    so wirst Du sie auch dort aus Deinem Reiche treiben.
  6. Arie
    Jesus weicht von Seinen Feinden,
    Jesu weiche nicht von mir.
    Ich will Dir
    Herz und Seele überlassen.
    Will die Welt mich darum hassen,
    wirft sie gar mit Lästersteinen,
    ei, ihr Spott gereicht den Deinen
    zur Verherrlichung, zur Zier.
  7. Choralstrophe
    Will sie mich gleich von sich treiben,
    muss mir doch der Himmel bleiben.
    Wenn ich nur den Himmel krieg,
    hab’ ich alles zur Genüg’.