Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1123/44

Aus Gottes reichen Allmachtshänden



Originaltitel:
Auß Gottes reichen Allmachts / Händen / a / 2 Violin / Viola / Canto / Alto / Tenore / Basso / e / Continuo. / Dn. Laetare / 1744 / ad / 1738.
Abschnitt im Kirchenjahr: Fastenzeit
Sonntag im Kirchenjahr: Laetare (4. Sonntag der Passionszeit)
Entstehungszeit: 1744
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: , str, bc
Satzbeschreibung:
     1.acc (B,str,bc)
     2.aria (B,vl unis,vla,bc) - g - C
     3.acc (T,str,bc)
     4.rec (S,bc)
     5.aria (S,vl unis,vla,bc) - F - 3
     6.rec (T,bc)
     7.choral (SATB,str,bc) - g - 3
Dichter: J.C. Lichtenberg
Partitur: 11 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl 1 (2x), 2, vla, vlne (2x), bc: 2, 2, 1, 1, 1, 1, 2f.
Edition: nicht bekannt
Kommentar: 1 Violone-Stimme beziffert /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-452-10
RISM ID:   450006807
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001191701
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Accompagnato-Rezitativ / Secco-Rezitativ
    Aus Gottes reichen Allmachtshänden
    kommt einzig unsre Nahrung ein.
    Sein Sorgen macht so satt als reich.
    Doch wollte man den Uberfluss verschwenden,
    das würde großer Undank sein.
    Ihr Prasser, fürchtet euch!
    Gott will den Überfluss von Seinen Gaben
    sorgfältig aufgehoben haben.
  2. Arie
    Der Herr will Seine Gaben
    recht treu verwaltet haben,
    und sie sind guter Achtung wert.
    Durch Geiz und üppiges Verschwenden
    wird man den Segen Gottes schänden.
    Die reine Sparsamkeit,
    die nichts versperrt und nichts zerstreut,
    die ist es, die der Herr begehrt.
  3. Dictum/Accompagnato
    Da sie satt waren, sprach Er zu Seinen
    Jüngern: Sammlet die übrige Brocken, dass nichts umkomme.
  4. Secco-Rezitativ
    Ach Seelen, seht dies schöne Lehrbild ein!
    Der Herr deckt Seinen Tisch
    in öden Wüsteneien.
    Er sieht, es will jetzt nötig sein.
    Er teilet Brot und Fisch
    durch Seine Jünger aus,
    und Beides muss zur Sättigung gedeihen.
    Die Jünger halten redlich Haus:
    Sie teilen mit, die Hungrige zu laben
    und heben auf, was jeder übrig hat,
    nicht einen Schatz zu haben,
    nein! es war Jesus Rat,
    ein Denkmal Seiner Macht und Güte darzulegen.
    So brauchen Glaubige noch stets den Nahrungssegen.
  5. Arie
    Mein Vorrat kommt aus Jesus Händen,
    dies Feld trägt allzeit reichlich ein.
    Mein Herz, erkenne Gottes Segen
    und halte dich vom Missbrauch rein.
    So wird Er dir in allen Wegen
    ein Denkmal Seiner Güte sein.
  6. Secco-Rezitativ
    Mein Jesu, kann und soll ich gleich
    nicht allzeit großen Vorrat sehen?
    Wohlan Dein, Wille soll geschehen,
    doch mache mich nur nicht zu arm, auch nicht zu reich.
  7. Choralstrophe
    Ach mein Gott, mein Schatz, mein Licht.
    Dieses ziemt mir keines nicht,
    beides schändet Deine Ehr’,
    beides stürzt ins Höllenmeer.
    Drum so gib mir Hüll’ und Füll’,
    also wie Dein Herze will:
    nicht zu wenig, nicht zu viel.