Christoph-Graupner-Gesellschaft

 

 

Details zur Kantate GWV 1123/12

Fleisch und Geist stimmt nicht zusammen



Originaltitel:
Fleisch und Geist stimmt nicht / zusammen / a / 2 Hautb. / 2 Violin / Viola, Canto / Alto / Tenor / Bass / e / Continuo / Dn. Laetare. / 1712.
Abschnitt im Kirchenjahr: Fastenzeit
Sonntag im Kirchenjahr: Laetare (4. Sonntag der Passionszeit)
Entstehungszeit: 1712
Vokal: Sopran, Alt, Tenor, Bass
Solostimmen: 3
Instrumente: ob, fg, str, bc
Satzbeschreibung:
     1.aria (S,ob,fg,vl unis,vla,bc) - g - 3
     2.arioso (T,(fg),bc) - Es - C
     3.aria (B,(fg),org,bc) - c - 3
     4.acc (T,(fg),str,bc)
     5.choral (SATB,ob,(fg),vl unis,vla,bc) - g - 3
Dichter: G.C. Lehms
Partitur: 10 Seiten;
S, A, T, B: 1, 1, 1, 1 - vl, vla, vlne, bc: 2, 1, 1, 2 - ob, vc/fag: 1, 2f.
Edition: vorhanden
Kommentar: ob always unis - bassoon-part first violoncello (crossed), only in 1st mov different from BC /fh



Originalquellen (ULB Darmstadt):Mus Ms-420-07
RISM ID:   450005765
Graupner-Werke-Verzeichnis:   157630000001187521
Faksimile an der ULB:   
Einzelheiten zum Kantatentext:   
Aufgeführt als Werk in Konzerten:    ---
Eingespielt auf CD, LP, usw.:---



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    Text der Kantate:
  1. Sinfonia/Arie
    Fleisch und Geist stimmt nicht zusammen.
    Wenn wir einen Teil verdammen,
    kriegt der andre Herz und Kraft;
    doch weil Blut und Fleisch verschafft,
    dass wir uns mit Angst vermählen,
    muss man nur den Geist erwählen.
  2. Dictum
    Das Fleisch gelüstet wider den Geist
    und der Geist wider das Fleisch;
    dieselbigen sind wider einander,
    dass ihr nicht tut, was ihr wollt.
    Regieret euch aber der Geist,
    so seid ihr nicht unter dem Gesetze.
  3. Arie
    Ach! wie oft ist mein Gewissen
    ohne rechte Lebensruh’!
    Ist es auf den Geist beflissen,
    fällt ihm lauter Fleischlust zu.
    Ich zerrädre fast die Glieder,
    wenn mich die Versuchung kränkt
    und sich vor des Geistes Lieder
    Fleisch und Blut ins Herze senkt.
  4. Dictum
    Welche Christum angehören, die kreuzigen ihr
    Fleisch samt den Lüsten und Begierden.
  5. Choralstrophe
    Ich lieg im Streit und widerstreb’,
    hilf, o Herr Christ, den Schwachen;
    an deiner Gnad’ allein ich kleb’,
    du kannst mich stärker machen.
    Kommt nun Anfechtung, Herr, so wehr,
    dass sie mich nicht umstoßen.
    Du kannst massen,
    dass mir’s nicht bringt Gefahr.
    Ich weiß, du wirst’s nicht lassen.